Atlantik Kanaren - Kapverden 2012

 

Atlantik Azoren - Coruna 2013

 

 

 

 

Das neue Heim auf See!

Logbuch der LOREA vom 19. April 2016 

bis zum Ende der vergangenen Zeit.

 

03.08.2017 - Die Sensationen überschlagen sich. Mit junger Crew von Venedig nach Piran unterwegs. Da überfällt ein Gewittersturm die LOREA. 51 kn Windgeschwindigkeit zeigt das Anemometer in der Spitze. Segel runter und mit Besan und ganz kleiner Fock durch. LOREA steckt das mit Gelassenheit weg. Zwei Tage später in der Bucht von Crvar-Porat: Wieder ein Gewittersturm. Diesmal liegt LOREA am Anker. Der Skipper muss verlegen und findet einen sicheren Halt vor dem Wellenbrecher der Marina. Nach einer fantastisch ruhigen Nacht holt er den Anker auf und putzt die Kette. Gerade als er fertig ist, tönt es aus dem Funkgerät: "German Sailing Yacht in front of Marina Crvar-Porat." Eine helle Frauenstimme. "May I talk to the captain?"  Was dann  passiert ist? Es steht  ganz unten, also am Ende der vergangenen Zeit.

 

19.04.2016 - Heute wird eine Raymarine-Radar-Antenne und ein Horn auf der LOREA montiert. Der Name iso ein Schiff komplett durchdrungen ist.st erst mal noch Theorie, denn die Calypso 43 heißt immer noch ANNA MARIA II. Der Löschungsbescheid der US-Registrierung ist noch nicht da, weshalb die Neuregistrierung noch warten muss. Die meisten der türkischen Bootseigner nutzen das günstige Angebot zur Registrierung ihrer Yachten im US-Staat Delaware. Das haben sie übrigens mit den Israelis gemein. Auch in Herzlyia glaubst du erst mal, du hättest dich arg mit der Navigation vertan:  Lauter Stars-and-Stripes an den Hecks der dicht an dicht liegenden Segelyachten und Motorboote.

 

Eine Calypso 43 also. Dieses Schiff erfüllt fast alle Kriterien, die nach Skippers Ansicht ein Seeschiff aufweisen sollte: Ketsch getakelt, angehängtes Ruder,  genug Gewicht im Kiel, Mittelcockpit, quer zur Fahrtrichtung eingebaute Pantry, große Tankvolumina. Mit 18 Tonnen und  einem Langkiel am S-Spantrumpf, der 1,90 m tief geht, sollte das Schiff gelassen und unaufgeregt durch die Welle gehen.

 

Es wurde 1985 aus Glasfaser, Kunststoff und Holz  nach Plänen des niederländischen Designers Franz Maas gebaut. Allerdings flossen in den Bau viele Ideen des Erbauers und ersten Eigners Ing. Helmut Meisner aus Nürnberg mit ein. Etwa der um 30 cm tiefere Kiel. Der Rumpf wurde mit 30 bis 40 mm starkem GFK und mächtigen Längsstringern überaus stabil ausgeführt. Die Linien entsprechen einer klassischen eleganten Yacht aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. So erzählt das Heck auf den ersten Blick die Geschichte eines Schiffes und weniger die einer aufgeblasenen  Badeplattform.

 

Das Mittelcockpit wird zur Hälfte von einem Steuerhaus überdacht. Hier kann man sich in jeder Lage richtig sicher fühlen. In der Achterkabine gibt es zwei Kojen und eine Nasszelle mit WC und Dusche. Noch wird dort von Hand gepumpt. Im Vorschiff das gleiche Programm, allerdings mit zusammenhängender Liegewiese.

 

Die alte neue Liebe: LOREA soll sie heißen und weite Segelreisen mit kleiner Crew ermöglichen.

 

In die Pantry wird ein großer Toplader-Kühlschrank eingebaut und die Eisbox zur Gefrierbox umgemodelt. Ein Raymarine-GPS-Plotter mit integriertem Radar ersetzt das voluminöse Furuno-Gerät. Neue Rettungsinsel und ein neues Horn machen die LOREA fit für weite Reisen.

 

Im Ruderhaus der künftigen LOREA

Den Steuerstand im offenen Ruderhaus ziert ein hübsches hölzernes Ruderrad. Unter den Füßen des Rudergängers schlummert ein Sechzylinder-Volvo-Penta mit 100 PS. Der treibt zwei Lichtmaschinen und lädt vier Service-Batterien mit 400 A. Der Inverter liefert 2000 W bei 230 V. 

 

Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern zusätzlich Strom.

Eine Ecke voller Gemütlichkeit im Salon der LOREA

 

 

Im Salon bietet ein mächtiger Tisch gut sechs Erwachsenen Platz für köstliche Mahlzeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27.04.2016 - Heute hat Elke Geburtstag. Vor einem Jahr genau hatten wir gerade die Dardanellen passiert und die Insel Avdscha im Marmarameer angesteuert. Die Glückwünsche verhallen im Irgendwo unbeantwortet. Das Radar wird angeschlossen. Es hatte ein Stecker gefehlt. Aber nun funktioniert das GPS nicht mehr. Fortschritt beim Kühlboxbau.

 

28.04.2016 - Telefonat mit Ingenieur Helmut Meisner. Der Erbauer und erste Eigner der ANNA MARIA II lebt in Nürnberg. Er hatte von  Franz Maas die Konstruktion erworben und acht Exemplare der Calypso 43 auf Kiel gelegt und vollendet. "Langsam bitte, Sie sprechen mit einem alten Mann." Der Mann ist 86. Ein erfülltes Leben. Er verrät wichtige Schiffsdaten, die  in keinen Unterlagen stehen. Der Rumpf ist 30 mm stark, im Kiel fünf und mehr. "Damit können sie auflaufen, kein Problem. Der Rumpf ist beschussicher." Der Germanische Lloyd habe sein Siegel drauf gegeben, sagt Meisner. Der Wassertank fasst 1100 Liter die beiden Dieseltanks je knapp 500 Liter. "Wir haben immer nur einen benutzt." Das Gespräch wird fortgesetzt in Deutschland.

 Jetzt ist die neue Kühlbox in der Pantry fast fertig.  Es muss wohl eine neue GPS-Antenne her. Der Ex0erte für die Gefriertruhe ist wieder nicht erschienen. Dafür wurde endlich die Wäsche zur Laundry gebracht. Es wurde mal wieder Thunfisch-Pasta aufgetischt.

Die LOREA wird nun doch unter niederländischer Flagge laufen. Passt gut zu ihr. Die deutschen Behörden sind viel zu kompliziert.

 

Ist sie nicht cool? Automatische Inenbeleuchtung und Wasserablauf. Über 100 l Rauminhalt. dazu eine versteckte Gefriere mit 70 l Raum. Und dort, wo früher der konventionelle Kühlschrank stand, gibt es jetzt richtig vie Stauraum. Massgeschreinerter Unterschrank.

30.04.2016 - Nein stimmt nicht. Die LOREA wird unter deutscher Flagge reisen. Sie ist weniger als 15 m lang und braucht daher nur einen Flaggenschein. Das kommt davon, wenn man jahrelang mit einem 18-m-Schiff durch die Welt gondelt. Kleiner ist einfacher. Jetzt ist die Designer-Kühlbox wirklich fertig. Gestern noch die Ecken mit Silikon vergossen, Auch die Gefriere arbeitet nun einwandfrei. Sie wurde auch gestern endlich angeschlossen. Jetzt fehlen nur noch ein zuverlässiges GPS, ein ordentliches Dinghi - das alte ist einfach auseinander gefallen - und der Wasserhahn im vorderen Bad. Na ja eigentlich sollte auch ein neuer Herd mit  Backofen her. Aber den besorgt man lieber in Europa.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da liegt sie breitseitig in der türkischen Maisonne: Die SY LOREA. Tags zuvor hat es stundenlang geschüttet. Deshalb hängt die Öljacke noch im Cockpit

 

 

Gemütlich davorne in der Bugkabine. Eigene Nasszelle nebenan und viel Stauraum.

17.05.2016 - Marmaris - Heute werden die Segel der LOREA gereinigt und runderneuert. Das gesamte stehende Gut ist schon erneuert. Bin dabei auch das laufende zu tauschen. Sieht prächtig aus, die knallrote Genua-Reffleine, die dunkelblauen Schoten. Besanbaum hatte keinen Niederholer! Und der vom Groß musste veretzt werden. Muss noch eine neue Reffleine in den Besanbaum fummeln. War keine drin! Habe aber gestern schon ein kleines Gewichtchen am Faden durchgeschleust. Der Bolzen eines sehr kleinen Schäkels brachte die Lösung! Segeln ist einfach eine Herausforderung!  Der RAYMARINE-GPS-Plotter arbeitet nun zwar, aber das Gerät verliert oft die Satelliten, bzw. zeigt sie als "in spare" und nur drei "in use". Da muss wohl ein Experte her.

 

 

  

  

Fast alle Leinen neu: Hier zu sehen die knallrote Reffleine für die Rollgenua, die Großschot, Besandirk und das neue Besanfall.

  

Groß runter zum Reinigen und Runderneuern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.05.2016 – Marmaris – Die runderneuerten und gewaschenen Groß- und Besansegel anschlagen, Reffleine einziehen, Fall am Besanmast für die Gangway einziehen, Sicherheitswesten besorgen samt Sicherheitsleinen. Bankbrief zu UPS bringen, verabschieden und lossegeln. Der Skipper allein an Bord. Unter Maschine aus der Bucht, draußen Groß hoch am neuen Fall und die Genua ausrollen. LOREA zieht ordentlich los.

  

 

Besuch auf dem neuen Schiff: Cornelia prüft die Wohnlichkeit der LOREA.

Der West drückt sie weit nach Osten aber nach der Passage des Nordkaps von Rhodos hat der Wind ein Einsehen und dreht auf Nordwest. Noch drei Meilen zur neuen Marina von Rhodos, die nun in Betrieb sein soll. Bloß, wo ist die Hafeneinfahrt? Dort, wo sie laut Koordinaten sein soll, leuchtet nix, kein Rot und Kein Grün! Aber weiter südlich, da leuchten deutlich Hafenfeuer.

 

 

Bei Annäherung kommt dort aber ein Rettungskreuzer heraus und läuft mit Blaulicht auf die LOREA zu, kommt sehr nah, umkreist sie, beleuchtet sie mit Scheinwerfern und ein Mann ruft herüber: „Last port?“ Antwort: „Marmaris“. Frage: „How many people on board?“ Antwort: „Only me.“ „Do you have passport?“ „Yes.“  Jetzt hebt der Skipper seine Handfunke hoch und leuchtet sie an. Weiter geht es auf Kanal 14. „Where do you want to go?“ „The new Marina of Rhodos.“ „Okay. But this port is not the marina.“ 

 

 

Der Kreuzer dreht ab, verschwindet wieder im Hafen zwischen Rot und Grün. Der Skipper dreht den Bug wieder nach Norden. Nein, die Marina von Rhodos hat keine Einfahrtsbeleuchtung. Die LOREA läuft langsam zwischen den finsteren Molenköpfen durch. Drinnen weist ihm ein türkisches Segklerpaar den Weg zum Liegeplatz und nimmt die Leinen an.

  

23.05.2016 – Rhodos – Starkwind aus NW hindert LOREA am Auslaufen.

Stattdessen stellt der Skipper die Gasanlage des Schiffes von Türkisch auf Griechisch um. Zwei versierte Seglerinnen aus DAISY-Zeiten sind an Bord. Roland von Rhodos, der dem Skipper der DAISY 2012 so hilfreich zur Seite gestanden hatte, kommt am Abend wieder an Bord. Gemeinsamer Besuch im ARCHIPELAGO am Hippokrates-Platz. Immer wieder gut.  

 

Komfortable Brücke zum Land

 

24.05.2016 - Beim Start in Rhodos war West und Nordwest angesagt und deshalb verließ sie erst am Dienstag den Hafen. Da blies der West zwar immer noch heftig aber segelbar. Wenigstens bis Simy. Gut zur Einstimmung für die dreiköpfige Crew. Vor Simy kreuzt ein griechischen Navyboot auf Patroullie, in Simy werden die ankommenden Yachten an einen abgezäunten Bereich der Pier gebeten aber nach der Frage „Last port Turkey or Greece?“ unbürokratisch an den Liegeplatz verwiesen, wenn die Antwort „Rhodos“ lautet. Die deutsche Flagge erzählte der Polizei wohl den Rest. Schöner, erinnerungsvoller Abend in Simy, Taverna di Spitiko natürlich. 

 

Lauschiger, erinnerungsvoller Abend in Simy nach Kurzkontrolle

 

25.05.2016 – Simy -  07.10 Uhr. Frühes Ablegen, denn die Strecke zieht sich. Durch die Simy-Passage und danach unter Segel nach Kos. Schön gekreuzt und nach 58 nm vor Kamares um 20.00 geankert. Echt erholsame Bucht. Die Bordküche liefert Ziegen-Sparibs mit Butterkartoffeln und Salat.

 

 Am 26.05. bläst es wieder lebhaft aus NW. Bärbel möchte am Samstag von Mykonos heimfliegen und dort soll eine neue Crew an Bord kommen. Also flott Strecke machen und möglichst unter Segel. Erst hilft die Maschine, dann wird es zu bunt. Der NW erlaubt einen Kurs von 260° und der führt südlich von Amorgos nach Westen. Da wird es weniger Seegang geben. Das funktioniert gut, dauert aber bis 23.06. Nachts in die finstere Bucht. Echt spannend. Dann ankert die LOREA in der Bucht Aligara auf der Insel Skinoussa nach 83 nm. Wieder eine sehr ruhige Nacht. Zum späten Dinner gibt es eine Pasta-Gemüsepfanne und guten griechischen Rotwein. Kritikos.

 

27.05.2016 – Morgendliches Bad in der Bucht, diese Gelegenheit nimmt jedenfalls Bärbel wahr. Durch den Archipel südöstlich von Naxos hilft die Maschine. Erst nördlich von Naxos lässt ein munterer Nordwind wieder Segeln zu. Die Dichte an Motoryachten und Kreuzfahrtschiffen nimmt deutlich zu. LOREA kreuzt bis eine halbe Meile vor den Hafen von Mykonos.  Gleich an die Tanke. 150  in den Steuerbordtank, nachdem der Skipper entdeckt hat, dass der Tankstutzen mit einem Innenventil gesichert ist. Der erste Tankvorgang mit der LOREA!

 

Der Hafen von Mykonos quillt über! LOREA darf außen an der Südmole vor Buganker mit Heckleinen festmachen. Gar nicht einfach gegen den heftigen Nordwind, der hier von der Insel herunterfaucht. Es wird ein glitzernder Abend auf der Partyinsel! Staunenswerte Galerien finden sich zwischen den Schmuck- und Souvenirläden.

 

28.05.2016 – Immer noch faucht der Nord von den Hängen von Mykonos herab.  Bärbel packt ihre Sachen und verabschiedet sich mit einem Mehrfachen: Wir sehen uns wieder!  Erholungsphase an Bord.

 

 

29.05.2016 – 09.10 Sandra und Gisela stehen plötzlich auf der Pier am Heck. Hallo! 10.30 muss die Maschine nochmal laufen wegen Strom. Per Taxi nach Mykonos-City. Muss man ja mal gesehen haben. Weißt Du noch? Wir saßen direkt am Wasser bei Oktopussalat.

15.15 mit dem Hafentaxi zurück. Ablegen. Kein Wind. Ganz langsam den Delos-Kanal passiert, muss man auch gesehen haben die Ruinen des einstigen Weltzentrums, und hinten rum um Rhinia in einer wunderschönen Bucht den Anker fallen lassen. Giselas vorzügliche Kochkunst: Pasta mit roter Thunfischsoße plus Salat. 

 

 

30.05.2016 – 10.50 Maschine an und Anker auf. Nach dem ausführlichen Frühstück natürlich. 11.15 Groß hoch, es weht ein bisschen. Kurs 288°.12.30 Maschine schweigt. Genua raus, es wird herrlich gesegelt mit bis zu 20 kn aus SW. Nach etwas über einer Stunde steht LOREA vor Ermopolis. Buganker und Heckleinen, fest direkt vor PERI…TINOS! Erst mal die Stadt besichtigen, innehalten am Theater und abends das Dinner bei PERI…TINOS und seinem netten jungen Ober, der gerade Deutsch lernt, weil seine Oma in Fehmarn lebt. Übrigens haben sie das Hermes-Denkmal verschwinden lassen im Zuge der Kompletterneuerung des gesamten Uferbereiches. 

 

 

Endlich wieder Ketschsegeln! Du hättest Deine Freude daran!

 

 31.05.2016 –  Erst mal einkaufen. Den Laden mit dem Olivenholzangebot hab ich nicht gefunden. Aber den Markt mit Gemüse, Obst und Hühnerbeine. Und eine hübsche blaue Badehose für mich. Fünf Euro! Im  Chinesenladen. 12.15 Ablegen. 12.40 Groß rauf, aber kaum Wind. Erst um 15.00 trau ich der Sache uns hol die Genua dazu. LOREA läuft bei 6 bis 9 kn Wind über 4 kn SOG!  Noch das Besansegel dazu und es werden über fünf Knoten SOG!

 

Was meinst Du, wie läuft die erst mit richtig guten neuen Segeln? Herrlicher Nachmittag auf dem Achterdeck. 18.10 LOREA steht vor Kithnos, bisschen zu nördlich. Die Maschine bringt sie in die stille Bucht des Heiligen Stefanos. Anker fällt auf 13 m, hält sofort bombig. Noch ein Segler und eine M-Yacht liegen hier. Total still. Kontrast zum lauten Ermpolis. Zwei Tavernen an Land. Aber Gisela kocht genial und fantasievoll: Zitronen-Hühnerbeine mit Nüssen und buntem Salat. 

 

01.06.2016 – Jetzt ist richtig Sommer: Baden vor dem Frühstück. Diese Badeleiter macht die Sache so leicht. Und die Dusche auf dem Achterschiff, echt komfortabel. 10.40 Anker auf. Das geht jetzt vom Cockpit aus. Kein Windhauch. Das Ziel ist schon zu sehen: Serifos. 15.10 liegt LOREA stb längsseits an der alten Pier mit den verbogenen Laternen. Sie haben einen neuen Hafen gebaut, teilweise mit Grundleinen, schön betoniert aber bisschen eng. Und natürlich nicht fertig. Strom klappt nicht, Wasser bringt Yannis, the Waterman, kenntlich an einem herrlichen weißen Schnurrbart. Spaziergang. Hier wird ein Benzinkanister samt Inhalt für den Außenborder besorgt. Zum Dinner gibt es Reis mit Pfannengemüse und Käsesoße aus der Bordküche.

 

 

02.06.2016 – Noch einen Einkaufsausflug in den malerischen Ort. 11.35 Ablegen. Zwar werden die Segel gesetzt, aber e gibt keinen Wind dazu. Hätte ja sein können. 20.20 Motor aus. LOREA liegt vor Anker in der Bucht des Heiligen Nikolaus auf Kea. Unterhalb des Hügels über den wir im Abendlicht gewandert sind. Zum Dinner: Kalbskotelett mit Reis und Paprika und Zucchini. Skipper kocht.

 

 

03.06. 2016 – Dies ist auch eine Badebucht! Dann wird das Dinghi aufgebaut. Das geht auf dem Achterschiff. Es gibt eine Vorrichtung, mit der der Außenborder, der am Heckkorb fest ist, abgefiert werden kann. Das Ding springt ziemlich sofort an. So kommt die Crew an Land. Spaziergang. 15.45 Alles wieder verstaut und Anker auf. 16.15 Groß, Genua und Besan im Einsatz. Herrlicher Segelwind. 6 kn SOG. 18.40 Segelbergen vor der Olympic Marina Lavrion. 19.00 fest min der Marina. Per Taxi nach Lavrion zum Abschiedsmahl.

 

 

04.06.2016 – 11.00 Sandra und Gisela gehen von Bord. Hafen kostet 60 Euro. 12.40 Ablegen. Hübsch gesegelt und etwas motort bis in eine Bucht im Süden Äginas. Schön geankert. Aber der Wetterberichbt verheißt nichtgs Gutes für diese Bucht. Also wieder weg und nach Methana. Sehr geschützt und ruhig.

 

05.06.2016 - Das Morgenbad! Und nach dem Frühstück weiter nach Westen. Korinthkanal: Mach schnell sagt der Tower und häng dich an dies große Motoryacht. 211 Euro abgezwackt. Verflixte Angler an der Anlegestelle: Beim Anlegen einen Angelhaken in den Kugelfender gerammt. Kostet wieder einen Hunderter.    

 

Erstmals mit der LOREA durch den Korinthkanal: 211 Euro!

Kanalpassage. Und danach gleich weiter bis Kiota. Gegen Westwind. Und der sollte uns noch beschäftigen die nächsten beiden Tage.  In Kiota ein Fischlokal gefunden. Mühsam.

 

06.06.2016 - Der West! Heute bis 30 kn! Also nur nach Nord, quer über den Golf von Korinth nach Andkirion. Ganz schön beschaulich dort, aber eine Kneipe neben der anderen. Israelische Crew aus Russland kennengelernt.

 

 

07.06.2016 - Sonniger Aufbruch und überhaupt kein Wind mehr! Motorfahrt bis Messolongion! Brücke von Rion unter Genua passiert mit  Schiebehilfe aus Ost. Im letzten Licht die Einfahrt nach Messolongion erreicht. In Dunkelheit im Hafen steuerbord längsseits angelegt. Es liegen schon einige Yachten da. Diesmal kein Wauwau an Deck, den es zu retten gälte. Das Restaurant am Hafen hat geöffnet, arbeitet aber etwas zögerlich. Doch das Bier ist kalt.

 

 

 

 

Die Rion-Brücke bei Patras liegt vor dem Bug. Ein leichter Ost schiebt mit in der Genua
Da sind wir nun auch wieder durch. Ziemlich gigantisch.

 

08.06.2016 - Um 09.20 geht es los Richtung Zakyntos. Ab 10.00 kann gesegelt werden und zwar ziemlich flott. Mit Genua und Besan wird der heftige Ost genutzt. Bis halb vier. Dann gibt es nur noch ein paar kurze Hustenanfälle aus den Wolken und um 18.30 liegt LOREA vor Buganker und Heckleinen in Zante. Der Tankwagen ist gleich zur Stelle und lässt 250 l Diesel in den Steuerbordtank fließen. Der Preis  scheint okay 1.15 Euro. . Der Ober im Stammlokal erkennt den Skipper gleich wieder. Sehr herzlich. Richtig Trubel im Laden.

 

09.06.2016 - Einkaufstour und Ursula möchte gern noch die Rundtour mit der Bimmelbahn durch Zante machen. Der Skipper verstaut inzwischen den Proviant und lässt schon mal die Maschine laufen, weil nun die Akkus nach Saft lechzen. Muss doch ein Generator her? Um 13.30 wird abgelegt. Um 14.15  hoffnungsfroh das Groß hochgekurbelt, Genua ausgerollt und das Besan dazu geholt. Bis 19.05 klappt das Kreuzen um die Insel herum. Dann schläft der Wind. Um 22.00 gibt es Kalbssteak mit Reis und Paprika aus der Pfanne.

 

10.06.2016 - Ab 02.40 wacht Ursula. Um 08.10 ist der Skipper wieder an Deck. Noch 201 nm. Um 09.00 sieht es nach Wind aus. Um 10.25 ist klar, dass es eine Täuschung war. Um 12.50 das gleich Spiel  aber diesmal reicht es bis 15.10 und dann nochmal ein Stündchen segeln und nochmal bis 17.10 wirklich Feierabend ist. Zwischendurch spinnt der Autopilot: steuert nur nach Backbord. Ursula findet die Lösung im Manual "Clearing Memory". Nach einem Vollkreis steuert er wieder brav.  Der Volvo rennt durch die ganze Nacht.

 

11.06.2016 - Ab 09.50 fängt das Windspiel wieder an. Immer mal ein Stündchen oder zwei segeln und dann wieder Maschine. So kommen 34 Maschinenstunden zusammen bei 56 Stunden Reisezeit. Dank der Zeitumstellung kommt LOREA doch schon um 21.15 Ortszeit in Catania in der Marina NIC an. Gaitano weist ihr einen hübschen Platz zu. Das Anlegen klappt erstaunlich. Skipper war sich noch nicht so sicher mit dem neuen Schiff. LOREA bricht in Achterausfahrt deutlich nach steuerbord aus, egal wie das Ruder steht. Ein kleiner Schubs aufs Ruderblatt hilft. In der Trattoria Paranza, gar nicht weit vom Hafen, gibt es Leckeres aus dem Meer: Polpo-Salad et Cozze con vino bianco molto frio.

 

12.06.2016 - 08.40 Ursula geht planmäßig von Bord. Der Skipper vertraut den großen Wäschesack Massimo an. Ein Zahnarzttermin ist vereinbart. Und in Catania gibt es gute Chandler, Schiffsausrüster.  Der Skipper möchte eine Trinkwasser-Filteranlage einbauen. Der Außenborder verliert Treibstoff. An der Gangway ist der Haltezapfen abgebrochen, muss neu geschweißt werden, für die Genua-Reffleine fehlt ein Spinlock.

 

 

18.06.2016 - Nach einer Woche ist alles erledigt. Fehlt noch die Flaggenleine an Backbord. Crew hat sich angesagt für die Reise nach Menorca: Marion aus Berlin. Also bleibt die LOREA noch einen Tag länger in der Marina NIC. Es gibt Fahrräder auszuleihen. Dann mal los. 

 

Typische Trattoria Historica Catania. Die gibt es auch noch. Hier im Tagesschlaf

War nachmittags in der Stadt mit dem Marinafahrrad. Viel Trubel in den wirklich schönen Straßen mit all den Renaissance-Fassaden und herrlichen Parks. Verschwiegene Seitengässchen zwischen maroder Historie und bröckelnden Wänden, leeren Fenstern und finsteren Torbögen gehören auch dazu. Musste mehrfach einen Stadt-Marathon queren, deshalb viel Policia Municipal offenbar mit ehrenamtlichen Kräften verstärkt.

 

An den touristischen Brennpunkten vierköpfige Militärstreifen im Kampfanzug, junge Burschen sehr heftig bewaffnet. Hab endlich einen Friseur gefunden. 


 Ein moderner schicker Salon mit drei jungen Männern, sehr gestylt. Hab schon gleich gedacht ohweia, teuer was? Aber nach einer Stunde hatte ich die Suche satt. Wollte das Fahrrad vor der Tür abschließen. Hat der eine gesagt „Uno Momento“ und hat es in den Salon gestellt. Dann wollten sie mir die Haare waschen. Ich dachte wozu, wenn sie doch gleich weg-schmeisse, sind eh nicht mehr so viele.

 

Ich bedeute ihnen die gewünschte Haarlänge: drei bis vier Millimeter. Da hatten sie ein Einsehen. Einer dieser wirklich hübschen Kerle rasierte meinen Schädel, knipste da und dort ein paar überflüssige Haare aus meinem Antlitz fort, fragte mich ein Loch in den Bauch nachdem woher und wohin und wozu etc. Dann war „tutto bene“. Ich fragte bisschen zaghaft: „Quanto?“ Er sagte „Chinque.“ Als ich in offenbar ungläubig ansah, griff er nach einer Preistafel, deutete auf eine Zeile, an deren Ende 7 Euro stand. „Per lui chinque.“ Da war ich platt, gab ihm einen Fünfer und legte einen Zwickel auf das schicke schwarz-weiß lackierte Desk. Sie bedankten sich ungemein herzlich und einer trug mit meiner Hilfe das Fahrrad wieder vor die Tür auf die Straße.

 

Kahlschlag von Catania

Eigentlich duftet es in der Stadt überall nach Kuchen und Pizza. Da kannst du gar nicht anders. Also kaufte ich entsprechend ein. Und nun hock ich wieder an Bord, im Mittelcockpit. Ein frischer Ost weht die Tageswärme weg, ein paar Fallen klappern  rings umher. Der nette Däne von gegenüber hat Besuch von seiner großen Tochter und sie ging mit ihm im kleinen Schwarzen in die Stadt.
Nun gibt es noch ein Moretti. Mit Blitz und Donner. Hoffentlch kommt das kleine Schwarze heil nachhause.

 

 

19.06.2016 – Um 11.30 kommt Marion aus Berlin an Bord. Heute soll in der Straße von Messina kräftiger Nord wehen. Also noch ein Schlendertag durch das schöne historische Catania. Italienisches Dinner am Nachmittag. Der Hafen kostet 46 Euro pro Tag.

 

20.06.2016 – 09.30 Maschine an und ablegen. Der Wetterbericht lag mal wieder daneben. Statt leichter Winde pfeift es heftig aus Nord. Somit wird nicht gesegelt und es dauert trotzdem bis spät in die Nacht, nein eher schon nächster Tag, ehe die LOREA einen ruhigen Ankerplatz vor Milazzo erreicht. Die Marina dort ist zwar hübsch, aber einfach zu teuer.

 

21.06.2016 – Ausschlafen. Um 11.20 geht der Anker hoch. Die Liparischen Inseln locken am Horizont. Also nix wie hin.  Nachmittags  kann sogar gesegelt werden.  Die Ostbucht von Vulcano ist voll mit Ankerliegern.

 Die Westbucht scheint ohnehin ruhiger. Bleibt sie auch bis in den Morgen. Genial schöner Sonnenuntergang mit Filicudi als Glanzobjekt und Schattenspiel.

 

Vom Ankerplatz Vulcano aus gesehen: Sundowner mit Filicudi

 

 

22.07.2016 - Um 07.30 wird der Schaukelei ein Ende gemacht: Anker auf. Da ist der Volvo gefragt. Immer schön geradeaus. 16.10 fest in Cefalu. 48 nm. Der Liegeplatz kostet wie eh und je 50 Euro. Am Trubel in der Stadt hat sich nichts geändert. 

 

 

 

 

Von Vulcano nach Cefalu: Kein Windhauch

 

 

23.06.2016 -  Cefalu. Um 14.30 kommt Besuch an Bord. Sibille, Kollegin von Maximilian ist mit Ehemann auf Campingreise in Sizilien. Eine muntere Plauderstunde  auf er LOREA und eine hilfreiche Autofahrt zu einem Gemüseladen, in dem es Wasser zu kaufen gibt. Denn von hier aus geht es ja auf den großen Schlag, na ja mittelgroßen Schlag, nach Sardinien hinüber. Da sollte genug Mineralwasser an Bord sein. Um 15.15 geht es los. Ablegen. 

 

01.07.2016 - So, das wäre mal geschafft. In Mahon, Menorca gelandet. Gestartet in Portscuso, Sardinien. 193 nm. Segeln und Maschine 50:50, fast wie üblich. Aber dann die Überraschung: Mitten in der Einfahrt in den Fjord von Mahon, genau gegenüber von Punta del Lazareto bleibt der Diesel stehen. Kein Wind, nichts. Nur hübsch blinkende Lichter auf den Bojen und nachtschwarzes, glänzendes Wasser ringsumher. Die Marina Mahon per Telefon erreicht.

 

Jesus kommt persönlich zu Hilfe. Mit einem Schlauchboot übers Wasser. Zieht die LOREA sachte in die Marina an einen Längsseitssteg. Skipper schmeißt die Leine über den Poller und holt die letzte Fahrt aus dem Schiff. Nächster Morgen. Ulf Engström, Volvo-Mechaniker seit 35 Jahren hier am Ort, findet eine undichte Schraube am Dieselfilter. Neues Loch gebohrt, neue Schraube rein, alles dicht. Luft aus dem System und Maschine rennt wieder. Wollen hoffen, dass das die Ursache war. Der Liegetag in der Marina Mahon für die 13 m lange LOREA: 51,38 Euro. So und nun geht es zum Dieselbunkern und auf einen anderen Liegeplatz.

 

02.07.2016 – Liegt die LOREA in Mahon nun an der Calle Poniente oder Calle Levante? Die Straßen gehen ineinander über und der Taxler kommt nicht auf die Idee, ein paar Meter weiter zu fahren. Und doch kommt Marion rechtzeitig zum Flughafen. Einen Tag ist der Skipper allein an Bord und nutzt sie zu allerlei kleinen Anpassungen.

  

03.07.2016 – Annette und Anke aus Lemgo treffen ein. Für Anke wird es die allererste Seereise. LOREA bleibt noch eine Nacht in Mahon. Erst mal in der spanischen Welt ankommen!  

  

04.07.2016 – Noch ein Großeinkauf – der Supermarkt ganz im Osten der Hafenzeile liefert direkt ans Boot – und es kann losgehen. Erst mal von Bucht zu Bucht im Osten und Norden Menorcas. Schon am ersten Abend bewährt sich die bequeme Badeleiter.  

 

 

Anke und Annette lassen sich das Bordleben gefallen

 05.07.2016 – Es kann tatsächlich hübsch gesegelt werden. Allerdings an der Kreuz und das dauert. Aber die Bahia Fornells wird rechtzeitig erreicht. Die Boje kostet 29 Euro, erspart aber die Ankerarbeit und die Ankerwache. Das Dinghi kommt zum Einsatz und funktioniert, nachdem der Skipper die Seilzugscheibe des Anlassers repariert hat. Feines Dinner in einem Restaurant im schmucken Dörfchen.

  

06.07.2016 – Mal Wind, mal keiner, so kommt LOREA auch voran und zwar nach Ciudadela. Der Skipper steuert naiv erst mal in den Innenhafen, und stellt fest, dass man den völlig zugebaut hat mit Stegen. Der Marinero lotst ihn daraufhin an die neue Yachtpier, die nun doch endlich benutzt werden kann, nach dem die Fähren draußen einen eigenen Hafen bekommen haben.

 

 

Schock an der Pier. Für die 13-m-LOREA wollen sie 120 Euro die Nacht. Schon ein wenig unverschämt was? Na gut, man kann es sich schönrechnen. Die letzten Nächte waren bis auf die Boje umeinsunst.

 

Ehemals Hauptstadt Menorcas: Ciudadela

Ist ja schon eine besuchenswerte Stadt. Du musst ja nicht am Hafen unten speisen. In den Gassen oben gibt es sehr günstige Tappasbars etc.

 

 

07.07.2016 – Die Reise nach Mallorca besorgt auch eher der Volvo als der Wind. Sehr gemächlich. Und dann passiert es: Plötzlich läuft die LOREA nach Norden, nach steuerbord aus dem Ruder. Aha, das hatten wir doch schon mal. Aber nach backbord. Also wieder Memory reset und alles ist gut.

 

 

Nein, ist es nicht. Es funktioniert nicht. Der Autopilot ist stur. Kaum eingeschaltet rauscht das Ruder nach hart steuerbord. Das Manual wird rauf und runter gelesen. Und von Hand gesteuert. Das geht ja auch mal wieder. In Palma wird es ja wohl Furuno-Experten geben. Der Skipper schreibt gleichmal eine SMS.

 

 

Aber zunächst gibt es in Pollensa auf vier Metern Wasser einen wunderbaren Ankerplatz. Und bei dem gelben Ungetüm dahinten an Land, handelt es sich um ein Wasserflugzeug. Die Lichter von Pollensa glitzern herüber und das Dinner an Bord schmeckt wieder mal allen recht gut.

 

08.07.2016 – Handgesteuert läuft LOREA die mallorquinische Ostküste entlang. Der Steuermanns-Sitz kommt zum Einsatz und die Damen werden mit dem Steuern vertraut. Wozu Autopilot, wenn man Steuerfrauen hat? Überwiegend segelnderweise erreicht LOREA die Bucht von Palma. Vor Arenal fällt der Anker. Es sind schon sechs Kollegen da. In der Nacht bleibt die Bucht ruhig...

 

 

09.07.2016 - …gegen Morgen wird sie schaukelig. Den Skipper drängt es ohnehin nach Palma, schon wegen des Assistenzsystems. Es ist Montag und in La Lonja gibt es einen günstigen Liegeplatz. Die schöne Ketsch vom Projekt SAPHIR liegt gegenüber. Die Furuno-Experten haben freilich nicht auf LOREA gewartet, sie haben andere Projekte. Aber dann wollen sie gleich vorbeischauen… Bringen wir halt erst mal die Wäsche weg.

 

 

10.07.2016 – Der Skipper untersucht den Autopilot. Es ist ein anderes System als auf der DAISY. Wird nicht mehr hergestellt. Furuno Deutschland sendet hilfsbereit einen Tipp: Der Ruderlagegeber könnte es sein. Hm. Telefonat mit der Firma Dahlberg vor Ort. Sehr freundlich. Ja, sobald jemand frei ist. Hm. Abend in der Bar Dia. Muss sein. Lammbraten. Morgen sollten wir aber los nach Ibiza.

 

 11.07.2016 - Leute, Leute ist das schön warm hier in Palma. Nun ist die Wäsche sauber aber Furuno-Experten lassen sich nicht blicken. En la tarde! Okay. Warten wir noch. Aber morgen um 11 legen wir ab nach Ibiza. Die

Flüge warten nicht. Es erscheint niemand. Noch ein Dinner an Land. Immobilienexperten am Nebentisch. Aus Bayern. Es geht die Post ab in Malle. Der Aufschwung! Nach Ibiza? Mit dem Motorboot brauch ich zwei Stunden. Und 50 l pro Stunde und Maschine. LOREA braucht einen Tag. 

 

12.07.2016 - Noch ein Telefonat. Um 10.55 kommt die Erlösung. Xavier und Julio. Sie finden den Fehler beinah im Handumdrehen. Ein externes Steuerrelais ist defekt. Sie besorgen vier Ersatzstücke.  Damit sollte dieses Ärgernis künftig gebannt sein. Eine halbe Stunde später ist LOREA unterwegs nach Ibiza.

 

Der Crew-Wechsel in Ibiza musste über zwei Tage vollzogen werden. Annette und Anke gingen in der Marina Botafoch von Bord, wo es zwar keinen Liegeplatz für die LOREA gab, sie aber zum Dieselbunkern anlegen durfte. Die Gelegenheit nutze Pius und kam an Bord. Schön eingefädelt. Nur, dass die beiden Damen nun zwar einen schönen Abend in Ibiza hatten aber keine Unterkunft bekamen und bis zum Flug gegen acht Uhr morgens im Flughafen nächtigten. Sind aber gut nach hause gekommen.

  

22.07.2016 – Im RCRC, das ist der Real Club de Regatas Cartagena, gibt es endlich wieder stabiles Internet. Weil es so schön ist, bleibt die LOREA drei Tage hier liegen. 31 Euro pro Tag ist günstiger und interessanter als draußen zu motoren. Morgen soll sich da mehr rühren, so daß weiter nach Südwesten gesegelt werden kann.

 

Der Autopilot arbeitet wieder. In letzter Minute kamen die Techniker in Palma doch noch an Bord und fanden im Handumdrehen ein defektes externes Steuer-Relais. Nun kennt der Skipper dieses System auch. Mit vier Ersatz-Relais ausgestattet, sollte so eine Panne künftig schnell behoben sein.

 

Der Crew-Wechsel in Ibiza musste über zwei Tage vollzogen werden. Annette und Anke gingen in der Marina Botafoch von Bord, wo es zwar keinen Liegeplatz für die LOREA gab, sie aber zum Dieselbunkern anlegen durfte. Die Gelegenheit nutze Pius und kam an Bord. Schön eingefädelt. Nur, dass die beiden Damen nun zwar einen schönen Abend in Ibiza hatten aber keine Unterkunft bekamen und bis zum Flug gegen acht Uhr morgens im Flughafen nächtigten.

 

Die LOREA ankert währenddessen in Espalmador, wo die Boje nach 19.00 rein gar nichts mehr kostet. Tags drauf verlegte sie in die Bahia de los Salinas, wo Gudula per Taxiboot für 10 Euro an Bord kam. Das Beiboot der LOREA muss noch bisschen wachsen für solche Einsätze.

Das Verlegen nach Espalmador wurde zur ersten Fahrt der kompletten neuen Crew. Schöner günstiger Abend mit Bad ohne eine Spur von Quallen! Die bequeme Badeleiter und die Dusche auf dem Achterdeck begeistern immer wieder.

 

 

Der 17. Juli 2016 war längst angebrochen, aber die Sonne gerade knapp über der Kimm, als der Skipper die Maschine startete, um Anker auf zu gehen. Der Bug wurde nach Westen gewendet. Die 56 nm-Reise an die Küste der iberischen Peninsula sollte bei Tage stattfinden. Mit den beeindruckenden Felsen Ibizas an steuerbord, hübsch illuminiert von der frühen Sonne, brummt LOREA nach Westen. Na klar, die LOREA hat auch was von der Sonne abgekriegt.

 

 

21. - 22.07.2016 – Cartagena. Der Liegeplatz an der Promenade, die einem Alfonso dem dreizehnten gewidmet ist, kostet 31 Euro und gewährt, vorbei am prächtigen Rathaus, direkten Zugang zur Calle Mayor, der Genuß- und Einkaufsmeile der Stadt.

 

Die Kundigen biegen nach der zweiten Querstraße rechts ab und gelangen so in die Calle Jarra und dort zum LA UVA JUMILLANA. Seit ein paar Jahren die angesagteste Tapasbar, umgeben von angesagten Tapasbars. Für 1,80 Euro bekommst du dort ein schön kaltes Estrella und alitas de pollo oder croquetas de la casa mit Fisch gefüllte Kroketten und andere Leckereien. Nach 20.00 Uhr kriegst du kaum noch einen Hockerplatz an den Faßtischen. Der Wein ist besonders zu empfehlen. Kein Wunder bei dem Namen.

 

 

23.07.2016 – Die junge blonde Sekretärin im Real Club des Regatas de Cartagena, die für unsere Besuche in der Calle Jarra verantwortlich war, ist heute besonders hübsch geschminkt. 11.00 abmelden und ablegen. Die Maschine springt nicht gleich an. Die Bordnetzbatterie hilft. Hm. Es wird trotzdem abgelegt und das war wohl ein Fehler.

 

Achterlicher Wind also Genua und Besan. Geht gut bis 17.00. Da braucht die Maschine wieder die Bordnetzbatterie. 17.20 fällt der Anker in der Cala Bardina. Schöner Platz zum Baden.  Pius bereitet Hacksteaks mit Kartoffelpuffer und Gudula eine Avokadosoße. Sehr fein alles zusammen.

 

 

24.07.2016 – 07.30 die Maschine wird als Generator gebraucht. Startet nicht. Nur die Bordnetzbatterie bringt sie in Schwung. Um 10.30 Anker auf und ab 11.00 schönes Segeln bis 14.50. 15.30 stb. längsseits fest in der Marina Garrucha. Da sind wir mit der DAISY mal nachts eingelaufen und um die neuen Stege herumgeirrt. Hatte aber alles geklappt. Wie auch diesmal. Das Bugstrahlruder kürzt ja doch manches Manöver hübsch ab. 

 

 

Wieder sehr schöner Liegeplatz für 37 Euro, leider ohne WLAN aber in einem lebendigen Ort mit verwirrend vielen Restaurants und Bars. Die Wahl fällt schließlich auf El Posito. Wohl das schlichteste von allen aber mit exzellenten Tapas auf der Terrasse zum Hafen. Gegenüber wird ein riesiger Frachter mit Schüttgut, vermutlich Quarzsand, abgefüllt.

 

 

25.07.2016 – Eigentlich sollte Juan, der Elektriker vorbeischauen und nach der Batterie sehen. Aber der Skipper entscheidet, dass sie einfach aus Altersgründen hinüber sein muss. Ihre Inbetriebnahme ist nicht vermerkt aber sie muss laut Aufdruck zwischen 2002 und 2013 gelegen haben. Also muss eine neue her. Der Chandler sagt: Kein Problem, habe ich.

 

Hat er dann doch nicht. Wird bestellt. Manana por manana. Wird sie wirklich in die Batteriebox im Motorraum passen? Gelegenheitshalber entdeckt der Skipper, dass ein Haltebolzen der zweiten Lichtmaschine gebrochen ist. Besorgen und montieren. Ist ja nun Zeit genug.  Zum Dinner andere Kneipe ausprobiert: viel zu teuer. Also wieder El Posito.

 

 

26.07.2016 – Um 14.00 ist manana por manana eindeutig vorbei. Aber die Batterie befindet sich auf dem Camion, versichert der Chandler. Pius ist Schweizer und das Boot gegenüber am Steg, eine Bavaria 42, auch. Daniel und Cornelia aus Schaffhausen sind mal für die nächsten Jahre aufs Wasser gezogen. MALDIMAR. Tststs. Nette Gäste auf der LOREA am Nachmittag. Sie haben das Schiff samt dem Namen gekauft und scheuen eine Änderung.

 

Und dann läuft da noch ein Schiff ein, eine kleine Najad mit der deutschen Flagge. Da ist nur einer drauf. Weißes Haar, weißer Bart. Das ist doch die FIETJE… Kurt, der Kieler aus Marmaris. Der ist mit dem Schiffchen um die Welt geeiert. An die siebzig Jahre alt. Es wird ein interessanter lustiger Abend im El Posito mit allen. Aber vorher kommt tatsächlich die Batterie an Bord. Passt in die Box, angeschlossen, ausprobiert, läuft. 320 Euronen.

 

27.07.2016 – Die verwartete Zeit! 07.20 Maschine an. Mit Anlasserbatterie. 07.25 ablegen. Ab 07.55 wird gesegelt. 09.15 Beim Frühstück bereiten geht das Gas aus. Flasche wechseln. 10.10 flottes Segeln 5,4 kn SOG Kurs 158°. Alles oben.  Wenn man jetzt gute Segel hätte. 11.05 Wind leergesegelt. Maschine an. 15.30 Cabo de Gata. 16.50 im Golf von Almeria Wind wieder da.  18.30 vor Almeria. Wind alle.

  

 

Sportliche Übung: Der Hafengrund erfordert den Buganleger

19:10 in der Einfahrt zur Marina Almeria Club de Mar. Erst falsche Gasse. Der Marinero ruft und gestikuliert. Zurück. Nebengasse rein. Nein, nicht achteraus anlegen, mit dem Bug wegen der Tiefe. Also nochmal umdrehen. So ein Bugstrahlruder hat schon was. Der Abend erlebt die Crew in einer Tapasbar in der Altstadt und anschließend in einer sehr stylischen Bar mit miserablem Mojito.

 

 

28.07.2016 – Gudula stapft tapfer durch die heiße Stadt und bis zur Alkazaba hinauf, während Pius seine Sachen packt. Er hat einen günstigen Flieger gebucht. Liegeplatz bezahlen: 28,85 plus 4 Euro Strom. Blonde Sekretärin im feuerroten Hosenkleid, gestresst vom lebhaften Club-Betrieb: „I need holidays“. Kam aber doch nicht mit.  14.10 Maschine an, ablegen.  Groß und Genua raus. Ab 14.55 wird gesegelt. Hoch am Wind bis 22 kn. Rauschefahrt. Dann Windpause für ein Stündchen und weiter geht’s.

 

Immer schön hoch am Wind. Ab 18.00 Flaute. Um 20.00 fest in der Marina Almerimar. Da läuft eine größere Ketsch ein: Die DRIKÈ von Chris. Kaum festgemacht ein paar Meter neben der LOREA kommen Chris, Agi und Magi auf die LOREA. Die Winternachbarn der DAISY. Wiedersehensfreude. Skipper sucht den Segelmacher auf, wegen der Reparatur des Großsegels. Manana por la manana. Also bringt er das Groß gleich hin. 

 

 

30.07.2016 – 06.30 Taxi holt Gudula ab. 09.05 Carla (20) aus Lübeck und Lukas (25) aus Hamburg stehen vor der Gangway. Skipper in der Dusche. 18.00 trifft auch Nadine (35) aus Berlin ein. Hübsch junge Truppe und hübsch auch noch. Einrichten und Restaurantbesuch. Nachmittag läuft die MALDIMARE ein. Wiedersehens-Hallo mit Daniel und Cornelia. Großsegel fertig? Nö. Manana.

 

 

Nachmittags stellt Udo Skippers Sachen aus der DAISY vor die Gangway und hilft alles an Bord zu bringen. Viel zu viele Dinge und zu viele Erinnerungen. Aber schöne Dinge, die für die Fortsetzung sprechen. Das Gemälde aus Svolvaer, die goldene Sonne, die Lady aus Jamaica, der Fisch von Bequia, der Spiegel aus Lanzarote… Bücher!

 

 

31.07.2016 – Akklimatisierung der neuen Crew. Mo, der Segelmacher, repariert den Riss im Groß. 35 Euro. Cornelia produziert Apfelkuchen. Einladung auf die MALDIMAR. Carla will abends thailändisch kochen. Gegeneinladung für Daniel und Cornelia. Wird ein lustiger Abend. Man kennt sich offenbar seit Jahrhunderten.

 

 

01.08.2016 – Alles fertig zum Ablegen. Crew-Einweisung. Da läuft eine kleine Najad ins nächste Hafenbecken. Da muss der Skipper unbedingt hin. Kurt legt an. Dann kommen auch noch Daniel und Cornelia vorbei. Dann noch verabschieden von Chris und Agi. Um 13.10 verlegt LOREA an die Tanke. Hafen bezahlen – 28 Euro pro Tag – 200 l Diesel bunkern – 1,07 der Liter – und raus aus dem Hafen.

 

Frischer Ost bis 25 kn. Groß hoch, Genua raus, aber nur zwei Drittel. LOREA zieht los. 5  - 6,7 kn SOG 45° am Wind. LOREA rennt über die Ein-Meter-See und brechende Kämme.  Teile der Crew erreichen rasch den grünen Bereich. Der weiße Eimer macht die Runde. Ostseesegler! Es muss gekreuzt werden. Erst 160°, dann Wende auf 38°, noch eine Wende auf 175° und dann noch eine und es geht dank Winddrehung mit 43° gradewegs auf Almeria zu. Immer mit über sechs Knoten SOG. Sehr versöhnlich.

 

19.30 vor der Hafeneinfahrt von Almeria, Club de Mar. Der letzte Platz gehört der LOREA. Die nächste Yacht wird fortgeschickt und geht auf Reede. Die Club-Sekretärin strahlt. Wieder im feuerroten Hosenanzug. Das ist die Dienstkleidung! Crew fabriziert das Dinner: Reis mit Kalbssteaks und köstlichem Salat. Alles wieder gereinigt und gewaschen.

 

Neue Crew: Nadine, Lucas und Carla

02.08.2016 – Stadtbesichtigung. Spaziergang zur Alkazaba, der gigantischen Maurenfestung. Danach die bekannte Tapasbar in der Altstadt, Einkaufsbummel der Damen und der Herren.

 

03.08.201609.40 M und Ablegen. Segelversuch um 10.00. Wird nix mangels Wind. Erst um 11.30, als sich LOREA mitten im Golf von Almeria befindet, reicht der Wind. Genua, Groß und Besan fangen genug ein um 4,5 kn SOG zu schaffen. Um Cabo de Gata aber reicht es nicht. Herrliches Wetter ohne Wind. Um 18.20 wird die Bucht von San Pedro erreicht. Der Anker fällt vor der sehr alternativen Siedlung, die sich um den Fuß einer verfallenen Burg schart. 36°54.088 N 001°58.763 W. Kommt ein Kahn mit Außenborder vorbei. Zwei Männer drin, braun gebrannt bisschen verwuchert, erinnern stark an Irokesen oder sowas. „Wollten mal guten Tag sagen.“ „Woher seid Ihr denn?“ „Aus Halle.“ „Wusste gar nicht, dass dort Indianer leben.“ „Tun sie auch nicht mehr. Jetzt bin ich ja hier.“ Soll einer sagen, dass Sachsen keinen Humor hätten. Badeabend mit Dinner aus Pane, Chorizo und Queso.

 

04.08.2016Ab 09.30 wird die Maschine als Generator gebraucht. Baden. 12.15 Anker auf. Jetzt gibt es richtig Wind. Ab 12.30 bringen Groß und Genua bis zu acht Knoten über Grund. Bis 17.00 wird gesegelt. Um 17.15 liegt LOREA fest in Garrucha. Die VICTORIA ist immer noch da. Vermutlich als Kunstwerk zu empfinden. Ein zusammengenagelter Kahn von ca. 6 m Länge, mit gestückeltem Rigg, Holzdinghi an der Leine, selbst gebastelte Windfahnensteuerung mit dem Unionjack drauf gemalt. Oder eine vergessene Requisite aus „Piraten der Karibik“. Jedenfalls ein sehr humorvoller, hilfsbereiter Skipper. Dinner im El Posito.

 

05.08.2016Noch einen Satz Schrauben gekauft für so manche Kleinigkeit, vor allem für die Requisiten aus der DAISY. 13.50 ablegen. Ab 14.10 wird gesegelt, und wie! Der NE erreicht 28 kn. LOREA rennt nach Norden über gut 2 m See. Um 20.40 werden die Segel geborgen. Um 21.00 fällt der Anker in der Cals Bardina. 4 m Tiefe, 30 m Kette. Alles gut. Dinner an Bord.

 

06.08.201610.35 die Mädels gehen Schnorcheln. 12.20 Anker auf. Ab 13.00 sind wieder die Segel dran. Genua, Groß und Besan. Schönes Segeln bis in die Bucht von Cartagena. Da passiert es. Das Achterliek der Genua verfängt sich in der Saling des Großmastes. Das gesamte Achterliek reißt auf. Im ruhigen Wasser wird Lukas hochgewinscht. Es gelingt ihm die Achterliek-Leine zu kappen, so dass die Genua eingerollt werden kann. Diesmal legt sich LOREA in die Yacht-Marina Cartagena. Liegegebühr 41,74 Euro. Mit allem. Es ist Samstagabend. Kein Segelmacher zu erreichen. Erst am Montag. Der Abend sieht die Crew wo? Logo, im La Uva de Jumilliana.

 

07.08.2016 Hafentag. Der Waschsalon der Marina wird gebraucht. Stadtrundgang, Shopping. Genua runter für den Segelmacher. Für alle Fälle Ersatzgenua angeschlagen. Dinner im Restaurant COLUMBUS. Immer wieder gut und lustig, die beiden Kellneroriginale zu erleben.

 

08.08.201610.30 Jean-Paul der Segelmacher von der Firma HOOD holt die Genua ab. Soll heute noch fertig werden.  Um 16.00 ist die Rechnung da, per E-Mail. 641 Euro. Zahlbar im Marinabüro, was der Skipper sogleich erledigt.  Um 18.15 bringt Jean-Paul das Segel zurück. Sehr schön repariert. UV-Schutznaht neu, Achterliek neu, Unterliek neu. „Now you have  new sail“. Um 19.30 legt LOREA ab. Ab 2015 wird gesegelt. Kreuzen gegen den Ostwind bis zum Capo des Palos.

 

09.08.12 – 00.10 M, der Wind ist alle.  13.15 der Wind ist wieder da und schiebt dank Genua, Groß und Besan ordentlich an. 17.15 Ankert LOREA vor Calpe. Sparmaßnahme. Dinner an Bord: Panierte Hühnerbrust mit Ratatui und Salat. Der Liegeplatz wird unruhig.

 

10.08.2016 – 05.50 der Liegeplatz wird viel zu unruhig. M an und Ankerauf. 08.10 Großsegel rauf im ersten Reff. Es weht hübsch. Wer weiß, was das noch wird. Der Wetterbericht hat nicht viel Wind angesagt für den Weg nach Ibiza. Aber stimmt der? Der angesagte Seegang ist jeden falls da. Drei Meilen vor der Küste hört der Wind gänzlich auf. Der Seegang bleibt und wird mehr. Macht kaum Sinn dagegen anzufahren. Neuer Kurs: Muraira. 10.50 fällt der Anker in der Ensenada El Rinconet.

 

Sehr schön ruhig. Erholsamer Nachmittag. Carla produziert Quinoia-Salat zur Brotzeit. Und wie kommt man hier zu weiterem Futter? Steaks wären gut. Und Wasser. 19.45 Anfrage beim Hafen: Tanke schließt um 20.00. Also Anker auf und los. Wasser bunkern. Der Tankwart schließt gerade ab und meint: Morgen um acht müsst ihr weg sein. Günstiger ruhiger Liegeplatz. Crew geht einkaufen. Morgen ist Carlas 20. Geburtstag. Dinner und Mitternachtsdrink! Macht sie auch selbst.

 

11.08.2016 – 07.40 M an und ablegen. Die See hat sich deutlich beruhigt. Kein Wind. Motorfahrt bei herrlichem Wetter. 19.35 Wind kommt auf vor Ibiza! Ostwind. Schönes abendliches Kreuzen bei 5 - 6 kn SOG. So wird es dunkel bis Espalmador erreicht ist. Keine Boje mehr frei. Also hinter dem Riff vor Anker. Ruhige Nacht im Kreise dutzender anderer Yachten vor allem Motoryachten. Die riesige Motoryacht PRINCE ABDULAZIZ geht gerade wieder Anker auf, wie immer am Abend.

 

12.08.2016 -  Besuch zum Frühstück: Eine Schlauchbootstreife, die sich „Anchor-Assistance“ nennt und offenbar im Regierungsauftrag unterwegs ist, fotografiert erst die LOREA, samt Anker auf dem Grund und kommt dann längsseits. Der Mann erzählt freundlich, dass LOREA auf einem Posidonia-Feld ankere, was nicht erlaubt sei. Auf den Einwand, dass man nachts den Grund nicht sehen könne, meint der Mann, man dürfe eben nachts nicht ankern. Okay, Seegras ist wichtig für die Welt. Man sollte die Balearen vielleicht grundsätzlich meiden. Abzocke allerorten. LOREA verlegt erst auf eine Sandfläche ohne Seegras, wo es aber immer unruhiger zugeht und dann an eine Boje in der ruhigen Bucht. Kostet nur 29 Euro für den Tag.

 

13.08.2016 – Ein denkwürdiger Tag. Geplant ist, um 15 Uhr an der Tanke der Marina Botafoch anzulegen, 250 l Diesel zu bunkern und gleichzeitig die Crews auszutauschen. Hat schon mal reibungslos funktioniert, dort an der Tanke. Skipper bittet die neue Crew per SMS eine kleine Erstversorgung einzukaufen und mitzubringen. Überraschung: Die Tanke ist von 13.00 bis 17.00 geschlossen. Max nix, dann tankt man halt wo anders. Schwappen ja noch 300 l Diesel im Bauch der LOREA.  Aber diesmal hakt es ein wenig.

Der Tank-Marinero will es partout nicht zulassen, das LOREA zum Crew-Wechsel anlegt. Der Platz sei reserviert für ein größeres Schiff. Ist aber keines in Sicht und der Crew-Wechsel erfordert etwa viereinhalb Minuten. Skipper legt also wieder ab, fährt um die Tanke herum und findet einen freien Längsseitsplatz. Crew springt von Bord, neue Crew kommt an Bord samt Gepäck und Proviant. Der Marinero schimpft und wirft die Vorleine los. Skipper hält mit dem Bugstrahler dagegen und schon sind Abschied und Begrüßung vollzogen. Ablegen und raus aus diesem so überaus gastfreundlichen Hafen.

 

Susanne und Rainer wollen mit bis Palermo. Um 16.00 stehen Groß und Genua. Der Südostwind lässt einen Kurs von 40° – 60° zu.  Hält aber nur zwei Stunden. Zwischen Tagomago und Ibiza durch. Dann gibt es wieder Wind bis halb neun. In der Bucht Xarraca wird ein Dinner am Anker zelebriert.

 

14.08.2016 – 10.40 Ankerauf. Bis 14.00 bringt der Südost LOREA voran Richtung Malle. Siesta bis 16.00 aber ab 17.20 muss wieder der Volvo her.  Die Cala Camp de Mar war doch eigentlich immer recht ruhig? Obwohl der Anker auch diesmal in der hintersten Ecke fällt, bleibt LOREA einem anhaltenden Seegang ausgesetzt. Nicht stark aber unruhig. Es gibt Lomo de cerdo con patatas y calabacines. Ja es lässt sich gut tafeln auf der LOREA.

 

15.08.2016 – Der Tag des großen Irrtums. Um 10.10 Ankerauf. Den Segelversuch kann man gleich wieder vergessen. Um 13.30 fest an der Tanke in Palma de Mallorca 250 l laufen in den Tank für 1,12/l . 14.00 fest in der Marina La Lonja. Die SAPHIR ist nicht mehr da. Es soll Einiges erledigt werden: Wäsche in die Lavanderia, Provianteinkauf, Ersatzrelais für den Autopiloten. Die Lavandaria ist geschlossen, der Eroski hat zu und der Chandler ebenfalls. Heute ist Feiertag! Mariähimmelfahrt! Oh je heidnische Seefahrer! Also einen Tag mehr in Palma. Könnt schlimmer kommen! Abends in der Bar Dia.

 

16.08.2016 – Nun also ein richtiger Hafentag. Rainer war ohnehin noch nie in Palma. Alles klappt wie am Schnürchen. Der Einkauf jedenfalls. Wäsche und Ersatzrelais gibt es erst morgen. Abends wieder in der Bar Dia. Gibt’s was Besseres und Günstigeres?

 

17.08.2016 – Einer der teuersten Tage. Wäsche an Bord, Ersatzrelais an Bord. 13.30 ablegen. Ziel ist die Ostküste Mallorcas. Porto Colom oder so. Ab 13.50 wird gesegelt. Um 17.00 ist der Wind alle. Maschine an. Aber es gibt keinen Vortrieb. Maschine läuft aber Schraube dreht nicht nach dem Einkuppeln. Oh je! Es gibt eine ganz leichte Brise. Sie erlaubt nach einer Wende etwas Fahrt zwei bis drei Knoten.  Was kann mit dem Getriebe los sein?  Der Skipper hatte leider keine gründliche Einführung in das Schiff bekommen. Die Brise bringt LOREA bis drei Meilen vor den Hafen von Palma. Um nicht in die Dunkelheit zu kommen ruft der Skipper Radio Palma. Sie schicken einen Rescue-Dampfer. LOREA wird sehr sorgsam und sehr gekonnt nach La Lonja bugsiert. 21.00 dort fest. 

 

18.08.2016 – Die Erlösung: Der Skipper besorgt vier Liter ATM-Hydrauliköl für 20 Euro, füllt drei davon in das Getriebe und startet die Maschine. Alles paletti. Schraube läuft mit Wucht. 12.30 ablegen.  Es kann gesegelt werden bis 16.30. Um 19.45 ankert LOREA in Puerto de Campos. Und schon ist es dunkel. Zum Dinner gibt es Rindersteak mit Spezialkartoffeln und Salat.

 

19.08.2016 – 07.20 Anker auf.  Herrliches Wetter: Blaues Meer, Sonne. Kein Wind. Erst um 14.50 greift Wind in die Segel. Bis 16.50. Um 20.30 fest in Mahon, und der Zirkus beginnt. LOREA liegt wieder auf einem Platz, an der Calle Poniente, der nicht reserviert ist. Kaum fest kommt eine Polizeistreife. Ein Schlanker und ein etwas rundlicher Glatzkopf. Der Kleine legt aufgeregt los: Wer hat erlaubt hier anzulegen? Antwort: Ich denke es ist ein öffentlicher  Hafen und ich baue auf die spanische Gastfreundschaft. Der Platz ist nicht reserviert, wie die anderen dort. Der Mann zieht den Stromstecker aus der Säule und sagt: Du hast fünf Minuten, um die Bucht zu verlassen. Die Crew und der Skipper sammeln das Kabel ein, bauen die Gangway ab und legen ab. Funkanruf bei der Marina Mahon. LOREA bekommt einen Längsseitsliegeplatz. Der kostet natürlich.

 

20.08.2016 – Mahon ist dennoch eine schöne Stadt. Einen Tag zu bleiben ist sie allemal wert. Letztens hatte der Liegeplatz hier 51 Euro gekostet. Die Crew geht einkaufen.  Dann Stadtrundgang. Spanisches Dinner an der Promenade. Liegeplatz bezahlen: Die nette Dame macht die Rechnung fertig und möchte 227 Euro. Es werden schlussendlich 140 Euro.

 

21.08.2016 – Der Wille war da: Früh los nach Sardinien. 07.00 Aber das Meer hatte sich noch nicht beruhigt. Zwar wehten die 25 bis 32  kn aus der richtigen Richtung aber die Welle! Zurück in den Hafen. Aber wohin? Die Ankerbucht war voll. Also an einen der Schwimmstege der Marina Menorca. Dort gibt es nur Wasser, keinen Strom und keinen Landzugang. Für den Platz verlangen sie 60 Euro. Verhandelbar. Es werden 50 für die zweite Nacht. Der Sturm braucht noch einen Tag.

 

22.08.2016 – Ein verplemperter Tag. Es faucht eben immer noch der Mistral über das Meer draußen. 18.00 noch immer 15 - 27 kn NW, hier in der geschützten Bucht von Mahon. Nichts zu machen außer Schreiben, Kochen und Schlafen. Was übersehen? Es gibt Penne mit weißer Thunfischsoße.

 

23.08.2016 – Der gute Wille kommt wieder zum Einsatz. Um 07.00 Ablegen. Das Mittelmeer hat sich beruhigt, hier zwischen Menorca und Sardinien. Brauchbare Himmelskräfte: Ab 09.00 wird gesegelt bis 20.30. Und wieder ab 23.00, hoch am Wind mit 6 – 7 kn  SOG.

 

24.08.2016 – Emma und Rainer bestehen ihre erste Nachtwache auf See bis 03.00. Erst um 08.15 lässt der Wind nach. 14.30 Über UKW verkündet ein NATO-Schiff einen Einsatz. Wer mehr wissen möchte oder was dazu zu sagen hat, kann anrufen, wenn er die Telefonnummer mitschreiben kann.  

 

25.08.2016 - Ab 01.06 schweigt die Maschine. LOREA liegt am Anker in Porto Teulada, Sardinien. 285 nm seit Mahon auf Menorca. 11.15 Anker auf. Kein brauchbarer Wind, um quer über die Bucht von Cagliari zu segeln . Um 18.00 fest an der Tanke der Marina Capitana. 100 l Diesel für 1,53 pro Liter! Liegeplatz 70 Euro! Aber die Ruhe tut gut vor dem langen Schlag nach Palermo.

 

26.08.2016 – 06.30 Maschine an und ablegen. Nach der Passage von Cap Carbonara und seinen vorgelagerten Inselchen und Klippen wird ab 09.00 gesegelt. Bis 13.30. m 14.30 gibt es Rindersteak mit Spezialkartoffeln. Ab 22.00 Wache des Skippers. Kein Wind.

 

27.08.2016 – 01.30 Wache Emma und Rainer. Kein Wind. 05.30 Wache Skipper. 09.30 Frühstück. 20.35 fest in Palermo bei Nautica Fratelli Galizzi nach 205 nm. Rainer und Emma gehen von Bord für eine Nacht beim Cavalieri di Mata. Sascha und Josefine warten schon auf dem Steg. Gemeinsames Dinner im Pollo-Speziale beim Carrefour. Beim „Henker“ (Cove di beati Paolo) war es geplant, aber dort standen die Leute Schlange für einen Tisch.  Der Trödelmarkt am Park war in Betrieb, wo so hübsche Gemälde mit Goldrahmen feil geboten werden. Wahrscheinlich aus einem der alten Adelspalais von Palermo.

 

28.08.2016 – Hafentag wird zum Proviantbesorgen genutzt. Schlechte Nachricht: Luca, der lebenslustige Mailänder liegt in Milano im Krankenhaus und ringt mit dem Tod. Fleischvergiftung in Neapel.  Dinner in einem Fisch lokal an der Hafenpromenade. Sehr gut.

 

29.08.2016 – Der hilfreiche Geist Stanislao fängt den Skipper mitten auf der Straße um das Rondell ab, auf dem das riesige Denkmal für die Gefallenen im Kampf gegen die Mafia steht. Der Skjpper war auf dem Weg eine neue Gasflasche zu besorgen. Stanislao nimmt ihm das ab. Zu einem optimierten Preis von 25 Euro. 12.30 LOREA verlegt an die Tanke. 1,46/l ! 160 l werden gebunkert. Los geht’s ohne Wind. Erst ab 17.30 wird gesegelt aber nur eine Stunde. Um 20.00 liegt LOREA fest in Cefalu. Dinner im Cove di Pirata, gleich neben dem römischen Waschhaus. Wieder sehr gut auf dem kleinen Balkon zur Bucht.

 

30.08.2016 – Hafengeld bezahlt: Standardpreis 50 Euro. 08.25 Ablegen. Erst ab 10.15 eine Windzuteilung. Hält bis 15.25.  Dann noch eine ab 19.00. 21.30 vor Anker in der Westbucht von Vulcano. Porto Poniente.  Sehr dicht besetzt, aber schön ruhig.

 

31.08.2016 – Josefine wünscht sich einen Vulkanbesuch. Ein Fischer kommt vorbei und verkauft der Crew drei Drachenfisch. Oder so ähnlich. Dinghi wird aufgebaut. Außenborder dran und übergesetzt an Land. Sascha und Josefine ziehen los. Skipper war da schon mal oben. Ein Ruhetag tut gut. Zum Dinner gibt es Fisch.

 

01.09.2016 – 06.45 Anker auf. Ab 11.00m gesegelt mit Maschinenhilfe. Motorsegeln ! Kein brauchbarer Wind den ganzen Tag. Aber dauernd Gewitterwarnungen im italienischen Wetterdienst. Dinner in Fahrt: Bratkartoffeln mit Zucchini und Rührei. Die gepkante Bratwurst musste über Bord gehen. 23.30 fest in Catania, NIC-Marina. Toni nimmt die Leinen an.

 

02.09.2016 – Catania ist einen Hafentag wert. Eine Stadt aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Zuvor von Ätna und Erdbeben zerstört. Kirchen zuhauf. Eis maximal lecker. Dinner im Pamaranza ebenso. Octopus, Pennete con Gambieri. Vino Bianco.

 

03.09.2016 – Nach Maschinen-Check um 09.30 Ablegen. Sicherheitshalber sollten noch 100 l Diesel gebunkert werden. Teuer in Italien, deshalb keinen Tropfen mehr als unbedingt nötig. Es soll eine Tanke geben. Aber wo?  Ganz hinten links im Eck des Hafens. Der Steg der Tanke ist zerstört. Also an einem Fischkutter längsseits achteraus mit dem Heck zur Pier festgemacht. Der Tankwart bringt die Zapfpistole an einem 50-m-Schlauch. Klappt. Preis 1,48/l. 11.00 ablegen. Wie vorhergesagt, kein Windhauch bis 20 nm vor der Küste. Aber dann! Ab 15.25 wird gesegelt. Groß rauf und Genua ausgerollt. Kurs 95°. Besansegel kommt dazu. Der Nordwest-Wind frischt erheblich stärker auf als vorhergesagt. Um 17.30 zerlegt eine Bö von 33 kn das gereffte Groß. Halbwindkurs. Das geht auch mit Besan und Genua ganz flott. Ab 19.30 ist der Wind alle. Verausgabt. Maschinenfahrt.

 

04.09.2016 – Josefine und Sascha übernehmen ihre erste Wache. 03.10 übernimmt der Skipper. Es gibt Wind. M aus. Es reicht bis 05.30. Dann wieder Wind ab 06.15 bis 10.45. Der Motortag auf ruhiger See erlaubt das Austauschen des Großsegels. Das noch ältere Ersatzsegel wird angeschlagen. Ab 23.00 kommt es zum Einsatz. Und zieht gut.

 

05.09.2016 – Um 00.45 fällt der Wind so achterlich ein, dass das Groß runter muss, um die Genua voll zu nutzen. 02.05 Wind alle. Um 05.00 übernimmt er Skipper wieder. 06.30 Wind wieder da. Groß hoch. Es wird richtig toll gesegelt mit 5 – 6,5 kn SOG bis 16.55. Gaios auf Paxos wird angesteuert. Dinner an Bord: Pferdefleischgeschnetzeltes mit Bratkartoffeln. Nicht schlecht. So viele Schiffe in der Hafenbucht! 21.15 fest an der Stadtpier ganz vorne, wo man richtig viel Kette legen kann. Was wichtig ist in diesem Hafen, besonders, wenn südöstliche Winde wehen. Hält auch gut die ganze Nacht.

 

06.09.2016 – 06.00 - 07.00 Gewitter mit 22 kn auf die Nase. Anker hält eisern, zurück in die Koje. Ab 09.00 Wind mit bis zu 28 kn auf die Nase. Ein Kat-Skipper sucht einen neuen Ankerplatz und trifft genau den Anker der LOREA. Der greift nun nicht mehr. Also Anker auf. Inzwischen versucht etwa ein halbes Dutzend Schiffe Ankersalat zu klären. Durch dieses Tohuwabohu findet LOREA um 10.20 einen Weg aus dem Hafen hinaus auf das Meer. Plataria heißt das Ziel, die absolut ruhige Hafenbucht am Festland. 15 nm bis zum Kap Xeronisi.

 

 

Draussen steht ordentlich Welle. Kein Wunder: Der Knotenzähler zeigt 27 bis 37 und auch mal 40 aus SE. Raumschots. Bisschen Genua und mitlaufende Maschine. 6 bis 7 kn SOG. Nur nicht die Genua riskieren! Das Steuerhaus bewährt sich bestens. Die LOREA zeigt sich als Starkwindschiff. Um 14.00 liegt sie in friedlicher Stille vor Plataria vor Anker. Teilt die Reede mit einer Amel Supermaramu. Der Hafen ist übervoll. Aber es gibt die Außenpier, wo immer die Angler stehen.  Um 17.00 liegt dort LOREA vor Buganker mit Heckleinen. Komfortabler als ein Dinghi-Einsatz. Dinner bei Christus. Eleni-Salat, Zatziki und große Dorade.

 

07.09.2016 – 12.00 Maschinen-Check, bisschen shoppen. 12.55 Ablegen. 13.20 Der Südwest ist noch da, draußen. Besan, Groß und Genua. 12 bis 19 kn Wind. Herrliches Segeln. LOREA kann gut mit einer anderen Yacht, einer Slup, mithalten. Um 17.00 liegt Korfu-Stadt bb querab und der Wind ist weg. Drei gigantische Kreuzfahrtschiffe legen ab. 18.00 an der Tanke in der Gouvia Marina. 200 l Diesel für 1,25/l. Immer noch teuer. Ca. 170 l seit Catania verbraucht. Ca. 40 h motort inklusive aller Hafenmanöver. Macht 4,2 l/h. Das geht doch, oder? 18.15 LOREA liegt auf Platz 84 am Ponton P in der Gouvia Marina. Mit dem Bus in die Stadt. Lebhaftes Treiben in den Gassen. Dinner in einer eher abgelegenen Taverne.

 

  

Endlich mal eine schöne Weitwinkelaufnahme vom Steuerhaus der LOREA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

08.09.2016 – Ein ruhiger Hafentag sollte es werden. Aber ein heftiges Gewitter veranlasst den Skipper erstmals die Kuchenbude der LOREA aufzubauen. Funktioniert perfekt. Sascha und Josefine besuchen die Stadt Korfu. Der Liegeplatz kostet 66,96b Euro für zwei Tage. Beim Bezahlen wird dem Skipper eröffnet, dass der Platz am Freitagabend gebraucht werde für ein Boot der Charterflotte. Ab Samstagnachmittag wäre er wieder zu haben.

 

09.09.2016 – 13.00 ablegen. Ab 13.25 wird sehr schön gesegelt mit allen Segeln. LOREA kreuzt gegen einen SSW und erreicht in flotter Fahrt Ormos Valtoy am Festland. Eine zauberhaft verwunschene Bucht. Du ankerst auf 6 m und liegst still wie auf einem Binnensee. Vier Yachten sind schon da mit großen Abständen.

 

10.09.2016 – Nach dem Frühstück um 10.40 Ankerauf. LOREA schleicht sich aus der stillen Bucht. Drau0en ist es ebenso still. Kein Windhauch bis 15.30. Dann wird hübsch an Korfu-Stadt vorbeigesegelt. Riesige Kreuzfahrtschiffe legen ab. Um 17.00 an der Tanke in Gouvia: 460 l laufen in den Steuerbord-Tank. Tatsächlich ist wieder ein Liegeplatz frei am Chartersteg. Josefine und Sascha packen ihr Sachen. Gudula, Johannes und Marco kommen an Bord. Gudula kennt man schon im Logbuch. Johannes (27) unternimmt seine erste Segelreise und Marco (29) hat schon geskippert. Es ergibt sich eine fröhliche Runde beim Dinner im Marina-Restaurant. Der Ober begrüßt den Skipper herzlich. Natürlich wird das Kleftiko serviert.

 

11.09.2016 – Beim Marina-Supermarkt wird für 300 Euro Proviant eingekauft. Dann gibt es einen Lunch im ‚Marina-Restaurant. Das Wetter überzeugt nicht recht. Gewitter ziehen in der Gegend umher. Aber um 16.30 wird dennoch abgelegt. Die kleine Insel Erikoussa ist das Ziel. Ab 18.30 bringen Genua und Groß de LOREA auf knapp 6 kn SOG. Kreuzkurs. Wende direkt vor den albanischen Felsen! Um 23.10 liegt sie vor Anker in der Südbucht der Insel auf 5,1 m. Fünf andere Yachten sind schon da. Leider wurde vergessen Brot zu kaufen. Dennoch gibt es eine leckere Abendbrotzeit.

 

12.09.2016 – Immer noch halb bedeckter Himmel. Aber jetzt geht es los. Um 11.15 Ankerauf. Früher hätte man nun die Galeerentrommel geschlagen, um ohne Wind voran zu kommen. Heute macht das der Diesel. Erst um 17.30 ist der Sklave erlöst. Es kommen immerhin vier Knoten SOG zusammen. Das reicht für ein schönes Stück über die Straße von Otranto. Aber seit 21.15 reicht es nicht mehr. Da muss der Dieselsklave wieder ran. Und er hat zu tun, die LOREA nun auch noch gegen den Strom anzuschieben. Es gibt ein sehr spezielles Dinner: Hühnerspieß mit Weinreis. Hä? Der Wachplan wird abgespult.

 

13.09.2016 – Ab 06.05 schweigt der Diesel. Eine stetige Brise lässt LOREA zwischen vier und fünf Knoten Speed laufen. Um 10.15 steht sie vor der Hafeneinfahrt von Brindisi. Die Pier ist nun fertig gepflastert. Es hat genau ein Platz auf die LOREA gewartet. Der große, schlaksige Marinero, der immer bisschen an Monsieur Hulot erinnert, weist ihr den Platz zu und reicht die Muring. Das erste Anlegemanöver nach 95 nm mit der neuen Crew. Klappt alles bestens. Der Platz kostet 40 Euro die Nacht. Und Brindisi ist eine sehr attraktive Stadt. Der Abend sieht die Crew im „La antica Osteria la Sciabica“. In der alten Osteria „Zum Fischernetz“. Ein köstliches Mahl. Die theatralische Passion des jungen Obers beim Aufzählen der aktuellen Empfehlungen des Kochs! Bella Italia!

 

14.09.2016 – LOREA braucht Motoröl. Monsieur Hulo telefoniert und telefoniert. Da das Motorboot der nahen Werft offenbar defekt ist, organisiert er einen Date der LOREA dort in der Cantiere Brindisi. Das klappt. Der 5-Liter-Kanister kommt wie geschmiert an Bord. Ab 15.00 segelt LOREA unter Groß und Genua nach Nordwesten. Nach 20.00 Wind alle. Zum Dinner gibt es Rindfleischfrikadellen mit Kartoffel und Zatziki. Hausgemacht von Smutje Gudula. Sehr fein. Dabei werden die Lichter von Molo di Bari an backbord querab passiert.

 

15.09.2016 – Wieder wird der bewährte Wachplan abgespult. Es lässt sich kein Windchen blicken, geschweige denn spüren. Gegen 08.00o taucht am Horizont der mächtige Campanile von Trani auf. Auch Castello del Monte, die geheimnisvolle Burg Kaiser Friedrichs II. ist auf der beherrschenden Anhöhe über Andria im Sonnenlicht zu erkennen. Um 10.00 liegt Lorea fest in Trani. Der Skipper wird nett begrüßt. Man kennt sich.

Gegen Mittag legt die Maxi-Segelyacht ANTONISIA am Hammerhead nebenan längsseits an. Wie die hier reinkommt, wo doch der Hafen bloß drei Meter tief ist? Auf den T-Shirts der Crew ist das Rätsel gelüftet: Der Schiffsriss darauf zeigt einen mächtigen Hubkiel. Vielleicht haben sie auch für flachere Gewässer den Bootsmann angeheuert, der mindestens 2,20 misst. Eine erstaunliche Erscheinung. Cinzia bietet wieder ihre Hilfe an. Sehr willkommen. Sie nimmt den Wäschesack mit und verspricht einen Satz neuester Kroatienkarten zu besorgen. Das Töchterchen geht schon in die Vorschule. Es klappt alles. Nach dem Dinner im Restaurant an der Hafenecke ist alles an Bord.

 

16.09.2016 – Beim Frühstückzubereiten verlischt die Gasflamme. Flaschentausch. Aber nun muss eine neue, volle her. Wie reibungslos das hier funktioniert! Der Skipper geht zum Büro der Darsena Communale, hoch über dem Hafenbecken an der Straße. Leere Gasflasche in der Linken, Geldbeutel in der Rechten. Er will den Liegeplatz bezahlen, und fragen, wo es Gas gibt. Der Marinero ist sehr bemüht, kann nicht wechseln. Es gilt, einen Fünfziger klein zu machen. Gas? Hm. Er blickt über die Straße. Da steht der Kleinlastwagen des Gashändlers. Giacomo der Marinero schickt den Skipper hin zum Wechseln. Dialog über die Straße. Der Gashändler nimmt den Schein, geht ins nächste Lokal, kommt mit zwei Zwanzigern und einem Zehner zurück, nimmt dem Skipper die Gasbuddel ab und sagt, er sei in einer Stunde wieder da mit der vollen Flasche. Mache dann fünfzehn Euro. Genau so läuft es ab. Um 12.30 startet die Maschine zum Ablegen.

 

Ab 13.10 erster Segelversuch des Tages. Wird nix. Erst um 14.05 hat die Maschine richtig Pause. Dann geht es ab mit einem SSE bis 25 kn. Um 20.00 kommt das Groß weg, so achterlich fällt der Wind ein. Um 22.30 geht es wieder rauf. Gewitter zu beiden Seiten. Da läuft dem Skipper plötzlich ein eisiger Schauer über den Rücken: Im Fernglas sieht er eine gewaltige Windhose voraus. Typische Lage: An steuerbord finstere Gewitter, an Backbord heller Himmel. Die Windhose am Rand des Gewitterfeldes. Also nichts wie weg nach Backbord, ins Helle. Nur leider liegt an Backbord auch die Inselgruppe Palagruza und Galijula. Palagruza trägt einen Leuchtturm und der dient zur Orientierung als kurzzeitig das GPS ausfällt. Also zurück, weg von diesem Ungetüm. Es ist 23.30 Groß wieder runter. Maschine an und weg.

 

17.09.2016 – 00.55: Nun gibt es Böen aus SW und Regenschauer. Auf der LOREA stehst du dennoch im Trockenen. Dann sind die Gewitter an Backbord verschwunden, die Inseln an Steuerbord passiert. Der Mond erhellt den Himmel. Der Skipper ruht sich auf dem Achterdeck aus. Ruft der wachhabende Marco besorgt: Hey, wo bist Du denn? So ein Achterdeck hat was. Ab 03.00 wird gesegelt bis 05.35. Und wieder ab 07.50 bis 10.30 und ab 13.50 bis 15.20.

 

Um 15.30 liegt LOREA im Hafen Komiza auf Vis, Kroatien, fest vor zwei Murings und zwei Heckleinen. Bisschen wackelig der Hafen, weil Schwell hereinschwappt. Aber schön und teuer.  77 Euro für ein 13 m-Boot! Aber die Sanitäranlagen sind beispielhaft gut.  Und in der Konoba „Robinzon“ bekommst du charmant echte Köstlichkeiten aufgetischt. Ist nur etwas versteckt in den verwinkelten Gassen. Einklarieren bei einer jungen Polizeibeamtin, der sogar mal ein Lächeln entwischt. Ja, das musst du protokollieren in Kroatien. Kommt nicht oft vor. Die Crew wird es noch erfahren. Kugelblitz.

 

18.09.2016 – 11.10 Ende der Wackelei, Ablegen. Bisschen SW verleitet zum Segelsetzen. Wird aber erst um 13.00 was mit dem Segeln. Läuft gut bis um halb drei. Es wird gerade dunkel als LOREA in die Marina Kremik einläuft. Um 19.00 an der Tanke. 400 l werden gebunkert. Um 20.05 fällt der Anker in der Bucht von Primosten. Zum Dinner gibt es Spezialkartoffeln mit Bratwurst.

 

19.09.2016 – Heute soll es ein längerer Schlag werden. Und es wird ein Segeltag, der den Namen verdient. Von 09.00 bis 18.45 segelt die LOREA durch die Inselwelt der Kornaten. Immer hoch am Wind kreuzend. Um 19.35 fällt der Anker in der Bucht der Insel Katina auf 15 m Tiefe mit 50 m Kette. Platz genug. Sehr schön, kein anderes Schiff da. Dinner: Penne mit weißer Thunfischsoße. Endlich.

 

20.09.2016 – Um 10.00 geht es los. Ab 11.35 wird bisschen gesegelt. Und dann wieder ab 13.45. Um 17.20 steht LOREA vor der Bucht von Ist. Um 18.05 fällt der Anker auf 7,4 m in dieser Uvala Siroka. Im Hafen selbst liegen bloß zwei Yachten, vier ankern davor. Wird wohl auch zu teuer sein.

 

21.09.2016 – Um 09.15 startet die Maschine. Ab 11.10 wird gesegelt. Der kroatische Meteo-Service kündigt dauernd 30 bis 35 kn NE an. Im Velebitgebirge bis über 45 kn! Dann mal los. Es soll über die Kvarner Bucht gehen. Anb Silba und Susak vorbei ist noch nichts davon zu spüren. Als Unje stb querab liegt, geht es los. Aber mehr als 25 kn werden es nicht. LOREA rennt durch die niedrige See bis vor die Hafeneinfahrt von Pula.

 

Es ist stockfinster. Jetzt werden wieder Hafenmanöver geübt. Erst am Steg anlegen, dann will der Marinero das kroatische Permit. Ach so, das gibt es immer noch? Sind wir noch nicht in Europa angekommen? Also hinüber zum Zollanleger. Nochmal anlegen, einklarieren und 185 Euro abdrücken, dafür, dass die LOREA 30 Tage in kroatischen Gewässern schippern darf. In  Griechenland gab es sowas auch, aber für 28,35 Euro. Neuerdings für 50 Euro. Leuchtfeuergebühr nennen sie es. Wobei man annehmen darf, dass die EU auch dafür einen großen Topf bereithält. Diesmal kommt der jungen Beamtin kein Lächeln über die geschminkten Lippen. Und jetzt noch ein Dinner, nach dem wiederholten Hafenmanöver? Alles hat geschlossen. Im Eilschritt zur Pizzeria „Pompej“. Alte Stammkneipe des Skippers. Der Chef hat ein Einsehen. Klasse Pizza, klasse Anlegerbier.

 

22.09.2016 – Hafentag. Muss sein in Pula. Aber solange auch wieder nicht. Das hydraulische Getriebe offenbart einen Schaden: Der Ölkühler ist defekt, so daß Seewasser ins Getriebe gerät. Gar nicht gut. Eddy, der Mechaniker löst das Problem innerhalb von vier Stunden. Öl und Seewasser raus, durchgespült, neuer Ölkühler eingebaut, fertig. Macht knapp 700 Euro. Dinner im „Orfej“ wie immer kroatisch bodenständig gut. Leute, morgen müssen wir früh starten!

 

23.10.2016 – 06.30 Aufbruch zur letzten Strecke dieser Segelreise. Zum Ausklarieren wieder an die Zollpier. Das gibt es nun wirklich nur in Kroatien. „Wo ist das Boot?“ brummt der Beamte in der Kapetanerie prompt. Sehen kann er es nicht von seinem Büro aus. Und dann die Sensation: Die Polizeibeamtin lächelt den Skipper an, als er sich verabschiedet mit: „Ciao, bis zum nächsten Mal“. Da geht sogleich wirklich die Sonne auf. Aber leider verläuft die Fahrt nach Venedig ohne jeden Wind. Und der Hauch vor der Einfahrt zur Lagune ändert daran auch nichts mehr. Die nächtliche Einsteuerung erfordert höchste Aufmerksamkeit. Um 21.10 liegt LOREA freundlich eingewiesen von einem Marinero in der Marina St. Elena zwischen vier Dalben fest. Dinner an Bord. Gudula hat schon gepackt.

 

24.09.2016 – 06.30 Aufbruchsrumoren. 08.30 achtere Toilette verstopft. 09.15 Gudula geht von Bord. Skipper zerlegt die Toilette. 12.00 sie funktioniert wieder von Haufen Papier gesäubert und durchgespült. Mit der Restcrew in der Stadt. Johannes und Marco bleiben noch in der Stadt, haben sich Unterkünfte besorgt. Abschieds-Dinner in St. Elena.

 

 

Nun gibt es einen Zeitsprung in der Chronik: Der Skipper ist allein an Bord und segelte von Venedig nach Kroatien. Ein Treffen mit der Familie ist terminiert: In Cervar-Porat wollen Cornelia und Maximilian mit Veit und Sarah an Bord kommen, für ein Wochenende. LOREA ankert schon zwei Tage vorher in der Bucht. Ein traumhaftes Plätzchen. Am Donnerstag läuft die Maschine, der Anker kommt hoch, aber das Schiff rührt sich nicht vom Fleck. Jedenfalls nicht mit Hilfe des Maschinenantriebs. Das Getriebeöl befindet sich komplett in der Bilge, statt im Getriebe. Mit den restlichen Getriebeöl-Vorräten schafft es LOREA letztlich doch noch in den nahen Hafen. Die äußerst professionelle Werkstatt Fenerelli nimmt sich der LOREA an. Liegeplatz direkt in der Werft. Getriebe raus, Simmering erneuern, Getriebe wieder rein. Braucht zweieinhalb Tage. Neuer Außenborder wird auch fällig.  

 

 

Landausflug nach Porec während der Gegtriebereparatur

 

 

Die Enkel freuen sich auf dem Schiff zu sein und üben sich als Fensterputzer. Zwei Ausflüge nach Rovinj und Porec füllen das Wochenende.

Der Abuelo-Skipper verabschiedet die Familie und zieht mit der LOREA weiter nach Südosten. Der Besuch in Vrsar bei Wolfgang Stecher, Renate und Christiane wird ein letztes Highlight des Jahres. Und dann allein über die Kvarner Bucht und weiter durch die Kornaten bis Lastovo. Köstliches Segeln und verschwiegenes Ankern. Nur die letzte Etappe bis Korfu wird sehr anstrengend. Zwei Nächte durchwachen, das nervt dann doch. Aber als der Anker in der Bucht am Nordende der Insel Kerkira fällt, gibt es Nachholschlaf die Menge.

 

Noch ein paar Tage in der Marina, dann kommt Marco aus der Schweiz. Meilen braucht er Meilen für seinen schweizerischen Segelschein. Am 04.11.16  ist er an Bord. Am 06.11.16 verlegt LOREA um 10.30 an die Tanke und nimmt 210 l Diesel.  Dann geht es los. Ab 11.45 wird gesegelt bis 18.25. Die Batterien brauchen Strom. Und der Wind lässt auch zu wünschen.

 

07.11.16 – Um 01.15 wird wieder nur gesegelt. Die Straße von Otranto wird gequert. Um 08.05 EU-Zeit startet die Maschine und um 08.45 liegt LOREA in Brindisi fest vor Bugmuring und zwei Heckleinen. Es regnet ein wenig und der Skipper glaubt, er müsse unbedingt ein neues Zündschloss einbauen. Die Maschine springt so zögerlich an, dann wieder sehr kräftig. Klingt nach Wackelkontakt. Ein Freund des Marineros chauffiert ihn zu den einschlägigen Geschäften. Es klappt. Aber es gibt keine Verbesserung.

 

09.11.16 – Um 07.45 Motorstart und Ablegen. Ab 08.10 übernehmen Genua und Besan den Vortrieb. Erst um 18.35 ist wieder die Maschine gefragt, aber nur als Stromgenerator. Bis 20.55. Bei NW 25 bis 32 kn läuft LOREA ordentliche Fahrt nach Osten. 6,5 SOG das geht. 23:00 übernimmt der Skipper die Wache. 00:40 ist der Wind verbraucht. 07:20 liegt LOREA fest in Gouvia Marina auf Korfu. 338 nm sind zurückgelegt, 258 davon gesegelt. Das passt.

 

Marco packt seine Sachen und macht sich auf den Heimweg. Die Schneesaison erwartet ihn in der Schweiz.

Winterliegeplatz in der Gouvia Marina, Korfu

 

14.11.2016 – Mechaniker von der Volvo-Penta-Werkstatt an Bord. Anlasser wird ausgebaut. Ein neuer Boiler bestellt. Der alte leckt, ist korrodiert.

Der Skipper sieht sich auf Korfu um. Die felsigen Buchten an der Westküste, das Achilleion, wo Sissi sich vom Wiener Hofleben erholte. Eine erstaunliche Frau.  

Der Skipper nimmt sich eine Woche Landurlaub in Eckernförde. Freunde treffen, nach dem Rechten schauen.

 

 23.12.2016 – 14:120 an die Tanke und 210 l Diesel bunkern dann nach Plataria verlegen. Dort kostet der Liegeplatz im Winter nichts, allerdings liegt das Schiff vor Buganker und Heckleinen. Dimitri der Fischer verhilft dem Skipper zu einem Stromchip. Einige Restaurants haben geöffnet, drei Supermärkte, einer mit einem hervorragenden Metzger. Ein paar Engländer wohnen am Ort. Zwei Italiener, gut über sechzig eher siebzig, leben dort seit Jahren auf ihren Booten. Iwanow und Arthuro. Aldo, ein weiterer Italiener lädt in seine Wohnung zum Weihnachtsdinner. Er ist Koch, entsprechend lukullisch und unterhaltsam wird der Abend. Vier-Gänge-Menü.

2016 verkrümelt sich hinter dem Horizont von Platarias

  

31.12.2016 – Silvester-Dinner wieder bei Aldo. Danach Besuch im einzigen Nachtclub: Große Discohalle, ca. dreißig Männer und fünf Frauen. Miserabler Rotwein und Langeweile bei Musik. Das Spannendste am Abend: Aldo bringt den Skipper auf seinem Roller wieder in den Hafen. Heil angekommen. Es ist ziemlich kalt. Zwei Elektroheizer temperieren das Schiff recht kuschelig.

 

06.01.2017 – Iwanow lädt zum Autoausflug nach Parga. Tee und Kaffee in der Sonne am Hafen.

  

10.01.2017 – Die Berge rundherum, die Häuser am Hafen, die Schiffe: Alles verschneit, weiß überzuckert. Die Italiener hocken beinah täglich in einer Pinte beim Kartenspiel und rauchen.

 

 

11.01.2017 - Starker Wind von den Bergen prüft den Anker. Eine lange Spring hilft.  Aber der Anker muss neu gesetzt werden mit viel mehr Kette.

 

 

 

 

 

 

12.01.2017 – Windstille wird zum Ankermanöver genutzt. Ein Engländer hilft die Leinen neu zu legen. Skipper entschließt jedoch zu einem Heimaturlaub. Ein Zahnersatz steht an. Das Schiff am Anker alleine lassen, wie es Bane der Serbe von nebenan macht, das will der Skipper aber nicht.

 

 

18.01.2017 – Nun ist der Kerl schon wieder ein Jahr älter.

 

 

21.01.2017 – Verlegen nach Gouvia Marina. Um 17:40 liegt LOREA wieder auf Platz O 41 in der Marina.

 

 

26.01.2017 – 08:05 Abflug nach München.

 

08.03.2017 – 20:40 zurück an Bord. Dinner: Penne mit Thunfischsoße.

 

 

13.03.2017 – Die neuen Segel werden geliefert. Aber der Wind ist zu stark, um sie gleich anzuschlagen.

 

 

14.03.2017 – Heute klappt es: Die Segel rauf. Das Vorliek vom Groß braucht eine Verstärkung. Also wieder runter und ab in die Werkstatt. Wird von Antonio für morgen versprochen. Crew trifft ein: Theresa und Ursula.

 

 

 

15.03.2017 – 11:00 Segelanschlagen. 14:30 Maschine an, zur Tanke. Aber die hat zu obgleich sie offen haben sollte. Also weiter. LOREA hat große Tanks. 16:00 erstmals Vollzeug mit den neuen Segeln. Ziehen gut und sehen klasse aus. 19:00 fest in Plataria.

 

 

 

16.03.2017 – Einkauf. Gas kostet hier bloß acht Euro. 13:30 ablegen. Groß rauf, obgleich wenig Wind. Sieht aber gut aus. LOREA läuft stabiler im Seegang. 18:20 Der Anker fällt in der Bucht des Hl. Johannes auf 8,5 m. Dinner: Hühnerbrust mit Zucchini.

  

16.03.2017 – Einkauf. Gas kostet hier bloß acht Euro. 13:30 ablegen. Groß rauf, obgleich wenig Wind. Sieht aber gut aus. LOREA läuft stabiler im Seegang. 18:20 Der Anker fällt in der Bucht des Hl. Johannes auf 8,5 m. Dinner: Hühnerbrust mit Zucchini.

  

17.03.2017 – Sonniger Tag. Es geht früh los: 07:55 Maschine an. Die Passage des Lefkaskanals soll heute geschafft werden. Ab 13:30 wird gesegelt. Vollzeug, alle drei Segel. Um 14:45 steht LOREA vor dem Kanal. Segel runter und rein. Eine dänische Slup dümpelt im Vorbecken. Genau zur Brückenöffnung um 15:00 steht LOREA vor der Brücke und passiert sie.

 Ab 15:50 wird wieder gesegelt im Ionischen Meer. Um 18:30 liegt sie fest in Vathi auf der Insel Meganisi. Nicht viel los im Stadthafen. Kein Restaurant in Reichweite geöffnet. Also gibt es Rindersteak zu Bratkartoffeln und Tzatziki an Bord.

  

18.03.2017 – Um 08:20 wird abgelegt. Ab 09:10 gesegelt. Um 13:05 ist der Wind zu schwach. Also läuft die Maschine bis 19:00 bis LOREA in Poros auf Kephalonia angekommen ist. Theresa kocht leckeren Gemüseeintopf mit Salami.

  

19.03.2017 – Unter halbbedecktem Himmel wird um 09:25 abgelegt. Erst um 12:45 kann gesegelt werden. Immerhin zwei Stunden lang. Dann ist der Wind wieder alle und der Volvo-Penta bringt LOREA bis Katakolon. Vorteil der Jahreszeit: Man kann bequem längsseits liegen. In der nahen Taverne gibt es köstliches Shrimpssaganaki.

  

20.03.2017 – Wer später ablegt kommt auch später an. Aber man muss ja auch mal bisschen bummeln dürfen am Morgen also geht es erst um 10:20 los. Ab 12:00 gibt es Segelvergnügen. Bis 14:30. Dann wird es spannend. Denn es geht unweigerlich in die Nacht. Die Einfahrt nach Pylos will gemeistert sein vor allem im Finstern. Um 215 liegt LOREA längsseits fest. Die Bordküche fabriziert Penne mit Gemüse und Thunfisch.

 

21.03.2017 – Heute mal eine kurze Strecke. Also genügt es um 14:20 loszulegen. Nach einem ausführlichen Ortsrundgang, der sich übrigens sehr lohnt. Immerhin wurde hier ein entscheidender Schritt in die Unabhängigkeit Griechenlands getan in der Seeschlacht von 1821, die am Anker stattfand und die osmanisch-ägyptische Flotte vernichtete. Mit Segeln ist heute nicht viel los. Um 18:30 fällt der Anker in Methoni, sozusagen im Schutz der alten türkischen Festung. Wieder ernährt die Bordküche die Crew.

  

 

22.03.2017 – Nun wird richtig ernst gemacht mit der Umrundung des Peloponnes. Das erste Kap soll heute umrundet werden. Der Wind ist erstmal für zwei Stunden hilfreich dabei bis 13:40 und am Nachmittag noch mal für zwei Stunden. Die Einsteuerung nach Porto Kayo in finsterer Nacht war nun noch viel spannender. Doch wird der Ankerplatz in der Nordbucht gefunden und um 21:15 schweigt die Maschine. Weil der Platz so eng ist, ist eine Ankerwache nötig.

 

 

23.03.2017 – Entsprechend unausgeschlafen geht es am nächsten Morgen los. Eher windlos erreicht LOREA die Traumbucht der Reise: Elafonissos. Sie liegt dicht vor dem dritten Kap des Peloponnes, dem Kap Maleas. Eine sehr schöne Sandbucht mit Bergen nach Osten und sehr flachem Strand nach Westen. Auf fünf Meter Tiefe ankert es sich hier mit 30 m Kette sehr sicher.

 

 

24.03.2017 – Ein herrlicher Sonnentag. Um 08:45 geht es los: Ankerauf. Das Kap soll ja sehr windreich sein. Also gleich mal die Segel hoch. Erst um 11:20 fangen sie die ersten Böen ein. Und dann kommen sie richtig. Bis 28 kn. Aber der Spaß dauert keine ganze Stunde. Dann muss die Maschine wieder helfen. Nun geht es östlich des Peloponnes nach Norden. Um 18:05 liegt die LOREA fest in Yefira, stb längsseits an der Hafenmauer. Ein sicherer malerischer Hafen ohne Strom- und Wasseranschluss. Zahlreiche Tavernen laden ein. Sie sind alle fast leer. Die Crew findet eine im Stadthafen.

 

 

 

25.03.2017 – Es wird das Highlight der Reise: Der Besuch der Stadt Monemvasia. Eine uralte Stadt ohne Autos und Roller und Fahrräder. Eingezwängt in ein Viereck aus mächtigen Mauern liegt sie am Fuß eines steil aufragenden Felsens. Der griechische Nationalfeiertag beschert der Stadt einen wahren Besucheransturm. Man findet aber noch einen Platz für ein Mittagessen obgleich man sich gar nicht sattsehen kann an den urtümlichen Gemäuern. Immerhin hat die EU 1,6 Mio Euro spendiert, um sie aufzuhübschen und die Dächer dicht zu machen.  Der Wetterbericht erzählt was von Starkwind aus NE für den nächsten Tag. Genau in diese Richtung soll die LOREA weitersegeln. Na fein. Es gibt Lammkoteletts in Yefira.

 

 

26.03.2017 – Um 09:06 geht es los. Der Wind reicht aber nicht. Um 19:10 erreicht LOREA den Hafen Hydra auf der gleichnamigen Insel. Eine schöne sehr malerische Stadt und ein bescheuerter Hafen: Man muss den Anker einsetzen, der findet aber keinen Halt auf dem Felsgrund. Du kannst den Anker quer durch das Hafenbecken ziehen, ohne dass er sich irgendwo eingräbt. Dazu verursachen die vielen Taxiboote einen zünftigen Schwell. Wenn man bei Windstille die ganze Kette reinschmeißt, hält das ein wenig. Dann lässt sich in einer Taverne weiter oben in der Stadt recht gut speisen. Es gibt sogar Lamm…

 

 

 

27.03.2017 – Heute wird endlich richtig gesegelt. Von 10:15 bis 18:30 erreicht LOREA unter Groß und Genua die Insel Ägina. In der Südbucht Perdika fällt um 19:40 er Anker. Uschi bereitet gefüllte Paprika mit Reis und Tomatensoße zu. Kommt sehr  gut an!

 

 

 

 

28.03.2017 - In die Stadt Ägina sind es nur ein paar Meilen und um 10:05 liegt LOREA dort vor der Hafenfront vor Buganker und zwei Heckleinen. Wieder ein Hafentag: Ursula und der Skipper mieten einen Roller und beuchen den Aphaiatempel hoch in den Bergen. Sehr eindrucksvoll, was die Menschen 490 vor Chr. dort aufgebaut haben. Der Kult um die göttliche Nymphe beschäftigte die ganze Insel und wohl noch mehr. Verschwunden.

 

 

 

 

29.03.2017 – Der letzte Tag der Etappe wird ein richtiger Segeltag. Vin 14:30 bis 16:30 wenigstens wird ketschgesegelt: Mit Genua und Besan nach Piräus. Um 17:45 liegt LOREA in der ZEA-Marina. 83 Motorstunden in den vergangenen zweieinhalb Wochen! Da ruft der Skipper doch gleich den Tankwagen. Er wird für Samstag angekündigt.

 

 

 

 

30.03.2017 – 06:00 Ursula geht von Bord um den Flieger in Athen zu erreichen. Sie hat einen Termin in der Heimat. Die Marina ist mit 55 Euro einfach zu teuer, um hier eine nutzlose Nacht zu verwarten. Also segeln Theresa und der Skipper ab 11:50 wieder nach Ägina. Dort beträgt das Liegegeld 7,58 Euro plus ein paar Euro für den Strom. Und Theresa kommt noch zu zwei schönen echten Segeltagen.

 

 

31.03.2017 – Um 14:30 wird abgelegt in Ägina und Segel gesetzt. Bis 35 kn NE wirbeln durch den Saronischen Golf. Die Kreuzerei dauert. Es wird 21:20 bis LOREA wieder in der ZEA-Marina liegt.

 

 

01.04.2017 – 09:10 Theresa geht von Bord, um noch einen Tag in Athen zu verbringen. Um 10:10 steht der Tankwagen vor der LOREA. 500 l laufen in den Tank. Abends kommen Harald aus Hessen und Kitty mit Sohn Jonas aus Laboe an Bord. .

 

01.04.2017 – 09:10 Theresa geht von Bord um noch einen Tag in Athen zu verbringen. Um 10:10 steht der Tankwagen vor der LOREA. 500 l laufen in den Tank. Abends kommen Harald aus Hessen und Kitty mit Sohn Jonas aus Laboe an Bord. Provianteinkauf im nahen AB-Supermarkt. Der schließt schon um acht! Aber es gelingt, das Nötigste zu besorgen. Mutter und Sohn sind von der Reise etwas ermattet und bleiben an Bord während Harald und der Skipper sich vor dem Hungertod bewahren und in der nächsten Kneipe Chicken-Souflaki verspeisen.

 

 

02.04.2017 – Aufbruchsstimmung. 10:00 der Wäschemann bringt die Bordwäsche zurück. Sicherheitseinweisung, Verteilung der Sicherheitswesten 12:20 Maschine an und raus aus der teuren Marina. Die gehört übrigens zu einem Spanisch-Türkischen Unternehmen. Die betreiben auch die Marina in Gouvia und noch ein paar auch in der Türkei. Ab 13:10 wird gesegelt mit Groß und Genua. Bald kommt auch das Besansegel dazu. Das klappt gut bis kurz vor Ägina. Um 18:.35 schiebt wieder die Maschine. Eine Stunde später liegt LOREA schon wieder in Ägina. Diesmal muss der Skipper selber Stromkaufen gehen. Das Dinner findet wieder in der Cretian Cuisine statt. Der Kellner zeigt sich erfreut. Aber das Lamm kommt nicht bei allen so gut an. Obgleich der Braten gut gemacht ist.

 

 

03.04.2017 – Wieder wird es 12.10 bis es losgeht. Ab 12.55 stehen die Segel, alle und sie ziehen. Erst um 19.10 verabschiedet sich der Wind für diesen Tag. Die Maschine muss noch zwei Stunden schaffen bis LOREA in der Bucht Mandraki auf Hydra vor Anker liegt. Das waren 44 nm. Und zur Belohnung gibt es Spezialkartoffel mit Zucchini zum Rindersteak.

 

 

04.04.2017 – Heute geht es schon um 09.10 los. Da es derzeit zwischen Hydra und dem Peloponnes weder Wind noch Welle gibt, kann unterwegs gemütlich gefrühstückt werden. Erst um 14.00 helfen die Segel beim Fortkommen mit und ab 16.00 schaffen sie es ganz allein und zwar viel schneller als die Maschine: bis zu 5,3 kn SOG! Ab 18.00 ruht der Wind wieder. Um 20.30 werden die Segel geborgen. Um 21.10 liegt LOREA in Yefira stb längsseits. 54 nm sind zurückgelegt. Es wird mal wieder in einer Taverne gespeist. Tzatziki etc.

 

05.04.2017 – Natürlich gibt es erstmal eine Wanderung nach Monemvasia. Muss man gesehen haben, die uralte Stadt mit den engen Gassen. Um 15.00 sind wieder alle an Bord. Der Skipper war sogar beim Friseur, kommt frisch gestutzt! Es handelte sich übrigens um einen der schönsten Friseursalons, den er je gesehen hatte: Mit Fenster und Balkonterrasse zum Meer!

 

Ein 19 – 20 kn-Nord presste die LOREA an die Betonpier. Da hilft nur Eindampfen in die Vorspring. Das klappt gut mit Harald an der Vorspring. Um 15.30 stehen Groß, Besan und Genua. Groß und Genua sogar gerefft, es bläst kräftig. Es geht erst stracks nach Süden, dann um das Kap Maleas und danach genau nach Westen. Im allerletzten Dämmerlicht fällt um 21.00 der Anker in der zauberhaften Bucht Elafonisos. Eine größere Bavaria-Yacht mit polnischer Crew ist schon da. Zum Dinner gibt es Gemüse mit Reis.

 

06.04.2017 – Sonniger morgen. Und die Polen baden! Jetzt ist mal was los: Das vordere WC verstopft. Es wird wieder in Gang gesetzt. Um 12.30 endlich Ankerauf. Segeln und Maschinenfahrt wechseln sich so alle Stunde mal ab. Dann weht es richtig heftig aus NW über die Berge. Ob die Bucht ruhig ist?  Nachteinsteuerung in Porto Kayo, kennt er jetzt schon. Es wird immer stiller, das Wasser und der Wind. Anker fällt auf 8 m  in 36°26‘277 N 022°29‘388 E. LOREA bleibt  am Ort. Schön.

 

07.04.2017 – 08.00 Maschine an und verlegen in die Südbucht. 09.05 Ankerauf.  Skipper muss nochmal ans Klo ran. Leitung ausbauen, Blockade entfernen. Dann läuft es wieder. Ab 12.10 wird gesegelt. Und zwar sehr heftig mit Reff im Groß und kleiner Genua hoch am Wind. Es hat ordentlich Seegang bei bis zu 31 kn NW. Um 16.10 ist ein Ende der Geduld erreicht. Kein Wunder, wenn so eine schöne Bucht querab liegt. Maschine an und ab in die Bucht von Yerolimenea. Der Anker fällt und LOREA liegt auf 36°28‘756 N 022°930 E. Der Ort sieht zu einladend aus als dass nicht sogleich das Dinghi klargemacht würde und der Außenborder drangehängt würde. Übergesetzt und Taverne aufgesucht. Und das war der erste Einsatz des neuen Außenbordmotors: Mercury 2,5 PS.

 

 

08.04.2017 – Aufbruch um 08:30. Als um 09.00 das Groß gesetzt werden soll zeigt sich eine Fehlkonstruktion am Großmast: Die Dampferlaterne ist nicht auf gleicher Höhe der Saling angebracht, sondern einen Meter höher. So kann sich das Fall um die Laterne schlingen und das Segel kann nicht gesetzt werden. Ein echter Mist. Mit artistischer List gelingt es, das Fall wieder loszubekommen. Es kann aber ohnehin erst ab 15:00 gesegelt werden, aber dann sehr flott bis vor den Hafen von Kalamata. Um 16:55 liegt LOREA darin fest vor zwei Murings und zwei Heckleinen. Agnes steht schon auf der Pier und nimmt die Leinen an. Sie will den Skipper bis Rhodos begleiten. Sie ist eine versierte Skipperin.

 

09.04.2017 – Agnes und der Skipper schlendern zum Proviant-Einkauf. Es findet sich ein großer Supermarkt. Mit vollem Rucksack und den schweren Taschen zurückmarschieren? Kurzerhand wird ein Taxi bemüht und für fünf Euro steht die ganze Ware wenig später vor dem Heck der LOREA. Leckeres Dinner mit Shrimps-Saganaki in der Stadt.

 

10.04.2017 – Frischwasser nachfüllen, Ölkontrolle, Crew-Einweisung und Hafen bezahlen: 88 Euro. Und schon geht es los um 12:30. Um 14:00 stehen Genua, Groß und Besan hübsch im Winddruck. LOREA segelt mit dem 12 – 15 kn-West sehr zügig dahin und zwar nach Süden. Um 17:30 hat der Wind Dienstschluss aber es dauert noch bis LOREA in der Bucht Limeni vor Anker liegt. Dabei zeigt sich, das der Abfierschalter an der Ankerwinsch defekt ist. Gut, dass es noch einen gibt im Cockpit. Ab 19:20 herrscht Ruhe am Ankerplatz.  Zum Dinner wird Hühnebrust ser4viert mit Reis, Oberginen und Gurkensalat.

 

11.04.2017 – Herrliches Wetter unter blauem Himmel. Um 11:00 geht es los, nach dem Frühstück. Um 15:00 fährt ein 23 kn Südost in die gereffte Genua und in Groß und Besan. LOREA kreuzt um das Kap Tenaro. 17:30: Maschine an und Segelbergen zur Einsteuerung in die Bucht von Porto Kayo. 34 nm liegen im Kielwasser bei 5 Motorstunden. Pikantes Hähnchengeschnetzeltes zum Dinner schließt den Tag.

 

12.04.2017 – Sonniges Frühstück im Cockpit und um 11:55 wird die Maschine gestartet. Kaum aus der Bucht, geht das Groß hoch. Ab 13:40 schafft eine hilfreiche Brise den Vortrieb mittels Genua und Groß. Dann gibt es eine Windpause und danach kommt Vollzeug zum Einsatz und um 20:35 hat die Maschine Ruh für diesen Tag. LOREA liegt n Ormos Frangos auf Nissos Elafonissos vor Anker. 25 nm sind geschafft. Leider sind die schönen Steaks hinüber. Waren wohl schon beim Einkauf nicht mehr ganz neu. Ersatzweise liefert die Kombüse die Spezialkartoffel mit Cornedbeef.

 

13.04.2017 – Heute steht ein längerer Schlag auf dem Reiseprogramm: Milos soll erreicht werden. Deshalb wird die Maschine schon um 06:30 gestartet. Erst um 09:20 bläst der Wind stark genug und unter Vollzeug geht es nach 74° und zwar mit an die sechs kn SOG. Eine schöne Fahrt und Agnes genießt das Achterdeck. Um drei nachmittags ist der Wind alle. Es folgt nach Einbruch der Dunkelheit eine spannende Einsteuerung nach Milos Adhamos. Es findet sich ein Längsseits-Liegeplatz und LOREA geht steuerbords an die Pier und wird mit vier Leinen vertäut. Rund 80 nm hat sie an diesem Tag zurückgelegt. In der lebhaft bevölkerten Taverne FLOVIS gibt es kein Fleisch: Die Karwoche! Aber das Muschel-Saganaki war auch nicht gerade ein Fastenessen.

 

14.09.2017 - Heute wird ein Hafentag eingelegt. Karfreitag in Griechenland. Glocken lassen Trauer tönen. Den ganzen Tag. Eindrucksvoller Spaziergang durch den Ort. Manchmal ohrenbetäubend. Zum Abend nochmal in der Taverne FLOVIS. Eine Prozession wird angekündigt. Tatsächlich ziehen im Finstern viele Menschen an der Taverne vorbei.

 

15.04.2017 – Die Glocken schlagen immer noch ihre sehr langgezogene Klagemelodie. Um 09:10 startet die Maschine. Kein Windhauch zu spüren. Erst um 13:00 fährt eine Brise aus Süd in das Vollzeug. Hält fast den ganzen Nachmittag. Um 19:30 liegt die LOREA in Ios Stadt bb längsseits fest. Überraschung beim Dinner in der Taverne: Agnes kündigt an, morgen von Bord zu gehen. Die Strecken seien ihr zu lang. Skipper taurig.

 

16.04.2017 – 10:30 Skipper wuchtet Agnes‘ Gepäck an Deck und dann an Land. Sie will die Fähre nach Santorin nehmen. Skipper macht sich ans Schiffputzen. Später Wanderung zur wunderschön verwinkelten Chora hinauf. Abends hockt er sich in eine leere Taverne und ordert einen Lammbraten. Der kommt angekohlt und trocken daher. Hatte wohl seinen Grund, dass niemand den Laden bevölkerte.

 

17.04.2017 – 08:40 Brot und andere Backwaren einkaufen, Stromkabel einsammeln, Maschine an und weg. Geht auch allein ganz gut. 09:15 steht Vollzeug oben, aber der Wind weiß noch nicht recht... Erst ab 14:00 läuft es richtig gut. Bis halb sieben. Stunde später alle Segel weg und eine spannende Einsteuerung in die Bucht von Ponormos auf Astipalaia beginnt. Als die Tiefe von 7,5 m erreicht ist, fällt der Anker an einem wundervollen Platz. Nur Ziegenglöckchen bimmeln durch die Nacht von den Bergen und den Weiden herüber. Es gibt Penne mit pikanten Sardinen zum Dinner bei Kerzenlicht. Einsam schwoit LOREA in der weiten Bucht unter einem berauschenden Sternenhimmel.

 

18.04.2017 – Welch ein Frühstück in dieser zauberhaften Umgebung! Hallo Menschen, seid Ihr noch da? Hier ist jedenfalls keiner. 09:30 Maschine an und Anker auf. Groß noch in der Bucht gesetzt. Erst um 12:00 kommt Wind auf aus 120° und erst um 15:00 reicht er aus, um richtig zu segeln. Schnell nicht, aber zügig bis 19:15. Lange schon liegt die Insel Nisiros vor dem Bug. Im letzten Licht um 21:15 liegt die LOREA dann bb längsseits in dem kleinen Hafen Mandraki. Tatsächlich hat noch ein Laden geöffnet und der Skipper kann seine Vorräte ergänzen.

 

19.04.2017 – Eine ruhige Nacht ist vorbei. Skipper geht nochmal auf Einkaufsspaziergang und kann auch endlich eine neue Gasflasche erstehen für 12 Euro. Eigentlich erwartet er eine weitere ruhige Nacht. Der Wetterbericht verhieß keine Störung. Aber um 19:30 kommt ein Polizeibeamter vorbei und spricht ihn an. Es würde sehr starken Wind geben in dieser Nacht und dann sei dies kein so guter Platz. Zehn Minuten später war LOREA schon aus dem Hafen. Palon, nur zwei Meilen weiter ostwärts sollte ausreichend Schutz bieten. Da lagen auch schon einige Yachten vor Buganker und der Skipper tat es ihnen gleich. Ein Nachbar nahm die Heckleinen an. Nachts begann es dann wirklich zu pfeifen im Rigg.

 

20.04.2017 – Nochmal einen Tag blaugemacht. Man hätte auch zum Vulkan rauffahren können mit einem Roller oder was. Aber Vulkane. Mei die rauchen vielleicht und stinken vermutlich wie der auf Vulcano, der Stromboli oder der Ätna. Also einfach ausruhen. Bisschen schleifen und pinseln. Gibt ja immer was zu tun. Gutes Dinner, guter Roter, gute Gedanken, gute Musik, gute Nacht.

 

21.04.2017 – Der Weg nach Rhodos ist ja noch eine Ecke. Also um 07:15 los. Um 10:20 kann die Maschine endlich schweigen. Aber bloß für zwei Stunden. Man hat einfach keine Geduld mehr heute. Schon um 12:40 ist der Wind wieder da und bläst die LOREA bis vor den Hafen von Rhodos. Den alten Hafen Mandraki. Denn der neue ist eine Fehlkonstruktion. Der Skipper hat dem Kousto telefonisch Bescheid gesagt und tatsächlich steht der auf der Mole und winkt. Er hat dem Hafenmeister die Ankunft der LOREA angekündigt. Und auch der neue Mitsegler steht parat: Harald hat es endlich geschafft, mal an Bord zu kommen. Dinner wo? Welche Frage! Im Archipelagos naturalmente.

 

22.04.2017 – Kousto fährt mit dem Skipper aufm Roller bisschen Shoppen. Der Schalter für die Ankerwinsch muss ersetzt werden und das wird er auch. Eine Schlauchverlängerung muss auch her. Und dann könnte eigentlich nach Simy rüber gesegelt werden. Also los, samt Kousto an Bord.  Aber es wird heftig. Der Wind bläst nicht nur genau aus der Richtung, in die gesegelt werden soll, er tut dies auch mit unverhohlener Absicht, uns den Weg dorthin zu vermasseln, in dem er gleich mal 32 kn vorlegt. Der Klügere gibt nach! Also zurück nach Rhodos und wieder angelegt in Mandraki, bei bisschen Seitenwind, aber es klappt auf Anhieb. Dinner? Na klar im Archipelagos. Linguine mit Räucherlachs.  

 

23.04.2017 - Der Nordwest hält an. Bei 6 bis 7 Bft aus der falschen Richtung hört der Segelspaß leider auf. Noch ein Hafentag. Café am Hypokratesplatz. Abends führt Kousto die Crew in eine sehr spezielles Fischlokal: To Steno. Richtig gut.

 

24.04.2017 – Der Nordwest hat sich abgeschwächt, nur noch 18 kn in der Spitze. Um 09:30 geht’s los. Aber es wird hart, ohne Kreuzen an der Insel Rhodos entlang zu kommen. Mit Reff im Groß und Genua wird bis 10:40 gesegelt. Dann muss die Maschine helfen. Motorsegeln ist angesagt. Das geht bis 21:40. Dann liegt LOREA in Lindavia auf Tilos stb. Längsseits fest. Das waren tatsächlich 51 nm. Zum Dinner mal wieder ins Gorgano, wo die Terrasse so einen schönen Ausblick gewährt.

 

25.04.2017 – Wieder wird um halb zehn abgelegt. Wieder läuft es erstmal mit Motorsegeln. Erst ab 13:20 ist Vollzeug alleine gefragt. Schönstes Segeln bis kurz vor 20:00. Aber es dauert noch drei Stunden bis in die Bucht Livadhi auf Astipalaia. Zu Füßen einer hübsch beleuchteten Burg fällt der Anker auf acht Meter. 67 nm sind zurückgelegt. Die Kombüse mit Chef Harald liefert Entenbrust mit Kartoffelpüree.

 

26.04.2017 – Einfach verpennt. Um 10:40 kommt der Anker hoch. Dem Wind ist die Puste ausgegangen. Nur mit bisschen Segelunterstützung wird motort bis 22:00. Dann fällt der Anker in der Ormos Mirsini auf Skinousa auf fünf Meter Tiefe. Diesmal waren es 56 nm. Klassisches Seglerdinner: Thunfischsoße auf Penne.

 

27.04.2017 – Diese Buchten sind einfach zu ruhig. Schon wieder verpennt. Aber heute liegt nur ein kurzer Weg vor dem Bug. Nach etwa zwanzig Meilen liegt LOREA an der ziemlich ausgesetzten Pier von der Heiligen Anna auf der Insel Naxos. Kurzer Einkaufsgang und ein Kaffee. Doch wird der Skipper von einem anderen Skipper gewarnt. „Haut ab, bevor die große Fähre dort draußen vorbeizieht. Die bringt eine Schwellschleppe, die nicht lustig ist.“ Um vier war die LOREA wieder weg und ankert wenig später eine Meile weiter nördlich vor Prokopis. Ein hübscher Fleck. Es gibt Pfannkuchen! Lecker.

 

28.04.2017 – Vom Kap Prokopis bis zum Hafen Naxos ist es nur ein Katzensprung von 12 nautischen Meilen. Um 11:15 liegt die LOREA dort vor zwei Bugmurings und zwei Heckleinen fest. Harald, der Chef der Kombüse, packt seine Sachen und geht wie geplant von Bord. 225 nm hat er mitgemacht seit Rhodos. Und zwar in bester Segelkameradschaft. Bis bald mal wieder!

 

29.04.2017 – Der Skipper muss nicht verpennen, er kann einfach ausschlafen. Es ist Samstag und alle Termine sind abgesagt. Weil der Wind günstig steht schleift er einen Teil des Schandecks ab und lackiert es neu und zwar zweimal. Schiffputzen, bisschen Smalltalk mit Nachbarn aus der Französischen Schweiz. Einkaufsspaziergang. Es gibt griechische Bratwurst mit Bratkartoffel.

 

30.04.2017 – Fortsetzung der Lackiererei sowie des Smalltalks. Abends erscheint neue Crew: Ursula aus Freising. Es gibt ein Dinner in der Stadt, die ja sowas von verwinkelt ist, dass man sich unweigerlich verläuft. Schönes Lokal irgendwo ganz hinten. Sehr guter Lammbraten.

 

01.05.2017 – Provianteinkauf klappt sogar am Feiertag. Zu den griechischen Klängen der gewerkschaftlichen Maifeier auf der Uferpromenade legt LOREA um 11:40 ab. Der Wind feiert nicht er bläst ganz munter, so daß Groß und Genua gerefft werden müssen, um nach 308° zu segeln. Das Nordkap von Paros will umschifft sein. Letztlich muss die Maschine ein wenig helfen. Aber ab 16:00 wird wieder pur gesegelt bei 20 bis 30 kn aus Nord. Nach 28 nm fällt um 19:25 der Anker vor Finikas 37°23‘752 N 024°52‘596 E auf 8 m und 35 m Kette halten die LOREA am Ort. Nun gibt Ursula den Chef de la Cuisine. Das Dinner war lecker aber das Menü wurde leider nicht notiert.

 

02.05.2017 – Die 22 nm nach Loutra auf Kithnos, na ja da muss man nicht so früh aufstehen. Um 12:23 wird der Anker geholt. Ab 13:30 wird gesegelt aber nur ein Stündchen unter Vollzeug. Und nachmittags nochmal so viel. Der Wind nimmt zu und steht fast in den Hafen. Ob  das gut geht? Es geht. Um 18:10 liegt die LOREA in Loutra, Kithnos bb längsseits. Die Crew besucht umgehend die heiße Heilquelle und das Ottobad. Es wird offenbar renoviert. Auch die hübsche Villa am Ufer gegenüber strahlt in neuer Farbe. Erinnert man sich tatsächlich an König Otto, den Wittelsbacher und seine Gemahlin? Immerhin hat er das Land 30 Jahre lang von 1832 bis 1862 regiert und kräftig entwickelt. Die Taverne SOFRANO darf an dieser Stelle sehr empfohlen werden. Sie servierten dort einen köstlichen Ziegenbraten und Shrimps-Saganaki und einen ausgezeichneten Roten! Grassi kokkino!

 

03.05.2017 – Erst mal nimmt Ursula noch ein Bad in der Heilquelle. Dort, wo das heiße Wasser ins Meer mündet, hat man aus Steinen ein kleines Becken geschaffen, wo in dem Gemisch aus Quell- und Seewasser gebadet werden kann. Um 11:30 wird abgelegt. Ab 13:00 wird gesegelt und zwar nach Westen. Aber im Windschatten der Insel Kea ist nichts mehr los. Erst ab 18:25 rauscht LOREA wieder unter allen Segeln dahin. Um 22:40 werden die Tücher geborgen und um 23:15 fällt der Anker vor Ayios Paraskevi vor Poros, 37°29‘454 N 023°27‘885 E auf sechs Meter. 42 nm waren das. In der Kombüse entsteht ein Dinner aus Penne mit Zucchini und Thunfisch!

 

Auf gute Nachbarschaft! Renovierung unterbrochen?

04.05.2017 – Ist ja traumhaft schön die Wasserfront von Poros. Aber als Tagesziel stand nun mal Epidaurus fest. 11:30 Ankerauf und an der malerischen Promenade vorbei motort bis um 13:20 die Segel zum Einsatz kommen. Zwei Stunden am Stück Vollzeugsegeln! Um 18:25 fällt der Anker vor dem Hafen von Epidaurus. Eine Charteryacht überholt LOREA in Höchstfahrt, um noch den letzten Päckchenliegeplatz im Hafen zu ergattern. An Bord der LOREA gibt es Bratkartoffel mit Ei und Salami, so eine Art Bauernfrühstück. Sehr schmack- und nahrhaft. Und das kalte Bier dazu!

Einfach großartig: Die Arena von Epidaurus.

 

05.05.2017 – So, um 10:30 waren sie alle weg, die Charteryachten. Klar, ist ja
Freitag. Müssen alle zurück zur Basis. LOREA kann gemütlich festgemacht werden vor Buganker und zwei Heckleinen neben einer leicht vernachlässigten oder in Renovierung befindlichen Holzketsch von imposanter Größe. Für den Stromanschluss verlangen sie hier drei Euro und der ist zeitlich begrenzt. Ein Taxi bringt Ursula und Skipper für 40 Euro - hin und zurück -  zum großartigen Theater von Epidaurus. Beinah komplett erhalten ist diese Arena logischer weise internationaler Magnet. Und viele Besucher singen ein Liedchen um der Akustik willen. Man hört nämlich jedes Tönchen bis in den letzten Rang hinauf. Auch das Museum beeindruckt sehr mit seinen Einblicken in die griechische Antike. Auf der Rückfahrt ergibt sich noch ein cooler Deal. Der Taxifahrer ermittelt den billigsten Diesellieferanten der Gegenwart und so kann die LOREA noch am Abend mit 400 l versorgt werden. Excellente Lamm- und Kalbsbraten in der lauschigen Taverne Priboli runden diesen Besuch ab. Auch der Grassi kokkino überzeugt. Und die Hafengebühr fordert eigentlich zum Bleiben auf: 7,40 Euro.

 

 

 

 

Einfach kuschelig: Der Hafen von Epidaurus

 

 

 06.05.17 - 08.45 Ablagen. Motorsegeln bis 12.10. Es geht richtig ab bis 15:30. Heftiger West faucht LOREA entgegen. Keine guten Bedingungen für die Passage des Korinthkanals. Zumal die Kanalaufsicht mitteilt, dass es drüben noch heftiger bläst. Also vor dem Eingang vor Anker und ein gutes Rindersteak mit Reis und Kapernsoße genießen. Vier andere Yachten haben ebenso entschieden.

 

07.05.17 - 07:10 Ankerauf. Die Kanalpassage kostet wieder 211 Euro. Teuerster Kanal der Welt! Auf der Westseite nimmt der Wind bald wieder zu auf bis zu 48 kn aus West. LOREA schafft es wieder mal nur bis Andikoron. Aber selbst dort pfeift es mit bis zu 35 kn in den Hafen.

 

08.05.17 - Andikoron bis Trizonia. 0635 - 15:10 immer gegenan.

 

09.05.17 - Trizonia bis Ormos Oxia 06:40 bis 22:40 Stiller Ankerplatz. Das waren 68 nm an einem Tag! Passage der Brücke von Rion um 10:30.

 

10.05.17 - Ormos Oxia bis Preveza: 57 nm. Um 18:08 durch die Brücke von Lefkas.

 

11.05.17 - Preveza bis Ormos Ay Ioannou. Unruhiger Ankerplatz gewesen diesmal.

 

12.05.17 - Ay Ioannou GR

13.05.17 - Platarias, GR

14.05.17 - Gouvia Marina, Korfu. Ursula geht von Bord.

15.05.17 - Gouvia Marina, Korfu mit Harald aus München.

16.05.17 - Kassiopi, Korfu

17.05.17 - Erikousa

18.05.17 - Otranto

19.05.17 - Otranto

20.05.17 - Brindisi

21.05.17 - Brindisi

22.05.17 - Brindisi

23.05.17 - Brindisi

24.05.17 - Monopoli

25.05.17 - Bari

26.05.17 - Bari

27.05.17 - Bari. Gisela und Roman aus Köln kommen an Bord.

28.05.17 - Bari. 10:50 Ablegen. Ab 12:30 Groß und Genua bis 14.30. 16.30 fest in Monopoli.

29.05.17 - Monopoli

30.05.17 - Brindisi

31.05.17 - San Foca

01.06.17 - San Foca 07.40 Ablegen. Papiere im Büro geblieben. Umkehr, Marinero kommt mit Boot entgegen. Sachen gibt's! 20:40 fällt der Anker in Erikousa. 61 nm.

02.06.17 - Erikousa

03.06.17 - Kalami, Korfu

04.06.17 - Gouvia Marina Korfu.

05.06.17 - Ionisches Meer

06.06.17 - Ionisches Meer

07.06.17 - Catania, Sizilien

08.06.17 - Catania, Sizilien. Skipper beim Zahnarzt in München.

09.06.17 - Catania, Sizilien

10.06.17 - Catania, Sizilien

11.06.17 -  Catania, Sizilien

12.06.17 - Catania, Sizilien. 05.55 ablegen. Straße von Messina gesegelt bis 09:30 dann bis 13.50 Immer mal wieder ein Stündchen  gesegelt. 23.45 Anker fällt vor Milazzo. 88 nm.

13.06.17 - Milazzo, Sizilien.  08:40 Ankerauf. Kein Wind nirgends. 12.45 fällt der Anker in Vulcano West. Sehr schön.

14.06.17 - Vulcano, Liparische Inseln.

15.06.17 - Cefalu, Sizilien. 09:40 ablegen. 17.20 fest in Sirimar-Marina, Palermo. Chrstine aus München kommt an Bord.

16.06.17 - Palermo

17.06.17 - Palermo Bernd und Hartmut kommen an Bord

18.06.17 - Palermo

19.06.17 - Cefalu

20.06.17 - Santa Agatha, Sizilien

21.06.17 -

22.06.17 -

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Kontakt:  

Hermann Engl

Seereisender und Autor

0049 15119335910

hermann.engl@t-online.de

 

 

 

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Gerade hat Skipper Claudius in Pula eine gebrauchte Segelyacht erworben und will damit in den Süden, da rettet sich mitten auf der Kvarner Bucht eine Schwimmerin auf sein Schiff. Die atemberaubend aktive Agentin Vanja verwickelt ihn im Handumdrehen in einen balkanischen Bandenkrieg. Plötzlich sieht er sich gezwungen fatale Entscheidungen zu treffen, um sich und seine SY AMICA zu retten. Dabei wollte er doch nur seinen Traum verwirklichen...

 

Bearbeitete Neuauflage von "Törn in den Tod"

 

Tod auf der Adria

Teil eins:

Das Geheimnis von Bisevo

 

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